Warum “Walküre” scheitern mußte

In seiner Stauffenberg-Biografie schreibt Wolfgang Venohr: Die neue Reichsregierung hätte aus den himmlischen Heerscharen Gottes gebildet werden können, die Alliierten hätten niemals von ihrem Ziel gelassen, Deutschland … für immer zu entmachten. Venohr weiter:

Ich sehe das ganz deutlich vor mir: Etwa drei Monate nach der Kapitulation … wäre es soweit gewesen, daß die Besatzer ihn in ein Internierungslager gesperrt hätte. Der schwerverletzte Stauffenberg wäre, die Kriegsauszeichnungen abgerissen, auf einem Jeep herangefahren, durch die Doppelreihe grinsender Militärpolizisten mit weißen Schlagstöcken getrieben worden – go on, go on! … Nach rüder Filzung seiner paar Habseligkeiten, wäre er hinter Stacheldraht gelandet.

Und vermutlich als einer der Millionen junger Soldaten auf den Rheinwiesen verhungert.

Der geplante Untergang war lange vorbereitet und bestens inszeniert.

Ohne den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg wäre es vermutlich nicht am 14. Mai 1948 zur Proklamation des Staates Israel gekommen, und ohne die gewaltigen Leistungen zur Wiedergutmachung durch die Bundesrepublik wäre – wie ebenfalls zu vermuten -, der junge Staat öfter so pleite gewesen wie vor dem 10. September 1952. Israel war seinerzeit finaziell fast am Ende seiner Kräfte, hatte aber ein “unbestreitbares” Anrecht auf Wiedergutmachung. Andererseits wußte der Ministerpräsident Ben Gurion, daß es ein solches Anrecht de jure für einen erst nach dem Krieg gegründeten Staat niemals geben konnte und daß der kriegszerstörte Rest Deutschlands, vollgestopft mit Millionen bettelarmer Ostvertriebener und ausgeblutet durch Demontagen und Reparationsentnahmen aus der Industrieproduktion, selbst noch am Boden lag. Dennoch gelang es Nahum Goldmann bei einem Treffen mit Konrad Adenauer 3,5 Milliarden Mark (nach heutiger Kaufkraft eine schwindelerregende Summe) als erste Wiedergutmachungszahlung loszueisen. Später erfolgten weitere Millionenbeträge, die heute in Euro geleistet werden, als Zuschüsse zu Militärausrüstungen (U-Boote) oder z.B. als Aufpreis zu jedem Kubikmeter Erdgas aus russischer Lieferung in die BRiD. An den Gasflammen unter jedem Topf kochenden Wassers patizipiert Israel.

Am 12. Juni 1980 trat das deutsch-israelische Abkommen über soziale Sicherheit in Kraft, das es israelischen Staatsbürgern erlaubte, sich gegen eine bescheidene Einmalzahlung in die deutsche Rentenversicherung einzukaufen. Ein Verfolgungsschicksal mußte nicht nachgewiesen werden. So kamen auch Nichtjuden aus Nachbarländern in den Genuß einer lebenslangen deutschen Rente. Rund eine Milliarde Rentenzahlunen erreichte die Empfänger nicht, sondern verblieb auf den Taschen gerissener Anwälte (Spiegel Nr. 38/1999).

Bis 1999 wurden an Wiedergutmachungsleistungen insgesamt 103,8 Milliarden Mark von deutscher Seite aufgebracht (Bundesfinanzminister). In den kommenden Jahren dürften weitere 26 Milliarden Euro überwiegend durch Rentenzahlungen hinzukommen.

Nie zuvor in der Geschichte hat ein Staat so viel Wiedergutmachungs- und Sühnebeträge in dieser Größenordnung aufgewandt.

Alle Leistungen der deutschen Regierung verblassen aber vor den Dimensionen der alliierten Demontagen und Reparationsmaßnahmen.

Westdeutschland, bzw. BRiD:

Neben Zwangsexporten zählt die Wegnahme von Edelmetallen / Industrieausrüstungen / Handelsschiffen / Urheberrechten und Forschungsergebnissen / deutsche Auslandsvermögen, einschließlich des Vermögens im neutralen Ausland – im Wert von 45 Milliarden Reichsmark (Wert von 1938). Nach heutiger Kaufkraft dürfte der Betrag etwa das Zwanzigfache betragen.

Sowjetische Besatzungszone / DDR:

Hier schlugen neben der gleichen Plünderung wie in den Westzonen vor allem die Entnahmen aus den laufenden Produktionen zu Buche. Dazu kam Kunstraub in exzessiver Weise.

So unvorstellbar groß die Repationen im Osten wie im Westen waren, sie sind doch nichts gegenüber dem gigantischen Raubzug, der mit der Völkervertreibung und dem Völkermord in Ostdeutschland und Osteuropa verbunden war. 18 Millionen einheimische und 2 Millionen während des Krieges zugezogene Deutsche wurden gänzlich enteignet – so viel Menschen wie damals in Finnland, Irland, Island, Dänemark, Norwegen und Schweden lebten. Was Generationen in 600 oder gar 800 Jahren fleißiger Arbeiter den Urwäldern abgerungen und aufgebaut hatten, wurde mit einem Federstrich enteignet: Häuser, blühende Industrien, Schlösser, Kirchen, Bodenschätze, Valuten, Devisen und Patente – und unbeschreiblicher, in der Geschichte einmaliger Billionen-Raub.

Damit nicht genug. Auf dem Schlesiertreffen von 2001 lobte Otto Schily die Versammelten:

In den vergangenen Jahren haben Sie die Sanierung von , den Erhalt von Friedhöfen … auf Ihre Tagesordnung gesetzt.

Die vornehmste Pflicht des Eigentümers eines gestohlenen Autos besteht folglich offenbar darin, dem Dieb die verbliebenen Ersatzteile nachzuliefern und auch noch künftige Reparaturen zu bezahlen.

Zwei bis drei Milliarden Arbeitstage haben deutsche Kriegsgefangene und verschleppte Zivilisten in 10-Stunden-Schichten ableisten müssen.

Umso erstaunlicher sind die Wiedergutmachungszahlungen, die Bonn vor allem an Vertreiberstaaten geleistet hat. Polen kassierte aufgrund des Rentenabkommens von 1975 insgesamt 1,3 Milliarden DM und zugleich einen Jumbo-Krdit von einer Milliarde, der später weitgehend erlassen wurde.

Nach der Wiedervereinigung folgten ab 1990 weitere Milliardentransfers an Rußland und die anderen GUS-Staaten; 100 Milliarden allein nach Rußland.

Der Publizist und Essayist Johannes Gross:

Die Verwaltung der deutschen Schuld und die Pflege des deutschen Schuldbewußtseins sind ein Herrschaftsinstrument. Es liegt in der Hand aller, die Herrschaft über die Deutschen ausüben wollen, drinnen wie draußen.

Warum sollte im profanen Bereich nicht gelingen, was das Christentum über zwei Jahrtausende erfolgreich praktiziert hat, nämlich die Menschen durch den Glauben an die Erbsünde und durch ein schlechtes Gewissen gefügig zu machen.

Der Artikel beinhaltet Auszüge aus: Der Kult mit der Schuld / Heinz Nawratil / Universitas, 2002

Erst in den letzten Jahren aber wird den Deutschen die eigentliche Rechnung präsentiert. Eine Rechnung für die Rettung einer Währung aus dem Ruin. Die Schuldenlast aus verfallenden Krediten und Bürgschaften wird die Deutschen regelrecht erdrücken. Prof. Hankel:

“Rettung” ist nur eine beschönigende Vokabel für Ruin. Denn wenn sie eine Währung retten, dann ist sie bereits ruiniert. Und sie lässt sich vor allem nicht dadurch retten, dass man zu den vorhandenen Schulden noch neue konzipiert.

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Kommentare

Warum “Walküre” scheitern mußte — 3 Kommentare

  1. Dass es immer noch (von gew.Seite kontrollierte) Idioten gibt, die am 20.4. den Geburtstag des Herrn Shitler feiern ist erstaunlich. Shitler war nichts weiter als noch ein ‘inside’ job. Noch eine Marionette, die rechtzeitig aus irgendeinem Loch gehievt wurde, um die alliierten Plaene durchzufuehren. Das hat er dann auch zur vollsten Zufriedenheit erledigt.
    Stauffenberg war in Nordafrika. Vllt hatte er Lunte gerochen. Auf Shitlers Wunsch/Befehl noch ca 80K Mann dorthin zufliegen (um seinem Freund Bennito M, WW I MI5 asset) zu helfen, aber keine nennenswerten Transporte nach Stalingrad. Damit hatte er mit einem Federstrich 500K kampferprobte Truppen ‘aus dem Verkehr’ gezogen.

    Das Spiel geht heute weiter, nur nicht mit Kanonen, sondern mit Schulden-Bomben. Vor 70 Jahren ” Germany first”. Heute “Germany last”. IM Erika macht das schon so weit sehr gut. Es ist schwer verstaendlich, dass das Volk der Dicher und Denker(?) nach all diesen schlimmen Erfahrungen anchei end keine Lehren daraus gezogen hat.
    Wirklich traurig.

  2. Pingback: Stauffenberg mußte scheitern | Krisenfrei

  3. (Ohne den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg wäre es vermutlich nicht am 14. Mai 1948 zur Proklamation des Staates Israel gekommen,)

    Das sehe ich ganz anders. Es müßte eher heißen:
    Ohne die Zionistische Bewegung innerhalb der NSDAP und der Beteiligung seitens England, wäre es nicht…..
    Man sollte schon den unterschied eines NASO und einem NAZI kennen.

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