Die Organisatoren des zweiten Weltkriegs

Anläßlich des 70. Jahrestages des Sieges gegen den Nationalsozialismus veröffentlichte voltairenet.org  eine Studie von Valentin Katasonov zur Finanzierung der NSDAP und die Aufrüstung des Dritten Reiches. Der Autor stützt seine Erkenntnisse auf neue Dokumente, die die Vorbereitung des zweiten Weltkriegs durch US- und UK-Banker bestätigen. US-Präsident Franklin Roosevelt und der britische Premierminister Neville Chamberlain deckten diese Manöver, mit der Absicht, die UdSSR zu zerstören. Die Studie von Katasonov  wirft eine Reihe Fragen auf, die voltairenet in einem zukünftigen Artikel behandeln will. (Der Artikel bei voltairnet wird hier als Reposting wiedergegeben / Kleine Ergänzungen sind kursiv hervorgehoben).

Der zweite Weltkrieg wurde nicht durch jenem Führer entfesselt, der gerade Deutschland regierte. Der zweite Weltkrieg ist ein Projekt der Welt Oligarchie oder der anglo-amerikanischen “Geld-Besitzer”. Mit Instrumenten wie dem US Federal Reserve System und der Bank of England begannen sie den nächsten Welt-Konflikt globaler Größe unmittelbar nach dem ersten Weltkrieg vorzubereiten. Die UdSSR war das Ziel.

Die Dawes und Young Pläne, die Gründung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS für Bank of International Settlements), Deutschlands Einstellung der Reparations- Zahlungen, die es nach dem Pariser Friedensvertrag hätte zahlen müssen und die Zustimmung der ehemaligen Verbündeten Rußlands in dieser Entscheidung, umfangreiche ausländische Investitionen in die Wirtschaft des Dritten Reiches, die Militarisierung der deutschen Wirtschaft und die Verstöße gegen die Bestimmungen des Pariser Vertrags – sie alle waren wichtige Meilensteine auf dem Weg der Vorbereitung des Krieges.

Hinter der Verschwörung standen Schlüsselfiguren: die Rockefellers, die Morgans, Lord Montagu Norman (der Gouverneur der Bank of England) und Hjalmar Schacht (Präsident der Reichsbank und Minister der Wirtschaft in der Hitler-Regierung).

(Wallstreet und der Aufstieg Hitlers)

Der strategische Plan der Rockefellers und Morgans war Europa wirtschaftlich zu unterwerfen, Deutschland mit ausländischen Investitionen und Krediten zu sättigen, um einen vernichtenden Schlag gegen die Sowjetunion auszuführen, damit die Sowjetunion in das kapitalistische Weltsystem als Kolonie zurückgeführt würde.

Montagu Norman (1871-1950) spielte eine wichtige Rolle als Vermittler, um den Dialog zwischen den amerikanischen Finanzkreisen und Deutschlands Wirtschaftsführer aufrecht zu halten. Der mit Norman befreundete Hjalmar Schacht organisierte die Wiederbelebung des deutschen Verteidigungs-Sektors der Wirtschaft. Die von den “Geld-Besitzern“ unternommene Operation wurde von Politikern wie Neville Chamberlain, Franklin Roosevelt und Winston Churchill verschleiert. In Deutschland wurden die Pläne von Hitler und Hjalmar Schacht realisiert. Manche Historiker sagen, dass Hjalmar Schacht eine wichtigere Rolle als Hitler gespielt habe. Schacht hielt sich einfach vom Rampenlicht fern.

Der Dawes-Plan war nach dem ersten Weltkrieg ein Versuch für die Triple-Entente, die Kriegs-Reparationen von Deutschland zu kompromittieren und zu sammeln. Der Dawes-Plan (wie von dem Dawes-Ausschuss unter dem Vorsitz von Charles G. Dawes vorgeschlagen) war im Jahr 1924 ein Versuch, das Reparations-Problem, das die internationale Politik nach dem ersten Weltkrieg und dem Versailler Vertrag bedrängt hatte, zu lösen (Frankreich wollte nicht akzeptieren, daß es 50 % der Reparationen überschritt). Zwischen 1924 und 1929 erhielt Deutschland gemäß dem Dawes-Plan $ 2,5 Milliarden von den Vereinigten Staaten und $ 1,5 Milliarden von Großbritannien. In heutiger Kaufkraft ist die Summe riesig; sie gleicht $ 1000 Milliarden US-Dollar. Hjalmar Schacht spielte eine aktive Rolle bei der Umsetzung der Dawes-Plans. 1929 faßte er die Ergebnisse zusammen indem er sagte, daß Deutschland in 5 Jahren mehr ausländische Kredite bekommen habe, als die Vereinigten Staaten in den 40 Jahren vor dem ersten Westkrieg. Infolgedessen wurde Deutschland im Jahre 1929 die zweitgrößte globale Industrienation, die Großbritannien hinter sich ließ.

In den 1930er Jahren ging der Vorgang für die Bereitstellung von Investitionen und Krediten an Deutschland weiter. Der im Jahre 1929 geschriebene Young-Plan war ein Programm zur Beilegung der deutschen Reparationen des ersten Weltkriegs, der 1930 offiziell angenommen wurde. Er wurde durch den, vom amerikanischen Industriellen Owen D. Young geleiteten, Ausschuss (1929-30) vorgeschlagen, der der Schöpfer und Ex-erster Vorsitzender der Radio Corporation of America (RCA) war, der damals auch im Stiftungsrat der Rockefeller-Stiftung laufend diente und der auch als einer der Vertreter an der Anordnung zur Umstrukturierung der Kriegsreparationen – dem Dawes-Plan von 1924 – beteiligt war.

Gemäß diesem Plan entstand 1930 die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) damit Deutschland den Siegern die Reparationen zahlt. In Wirklichkeit gingen die Geldströme in eine andere Richtung – aus den USA und Großbritannien nach Deutschland. Die Mehrheit der strategisch wichtigen deutschen Unternehmen gehörte dem Amerikanischen Kapital oder war zum Teil unter seiner Kontrolle. Einige von ihnen gehörten britischen Investoren. Die deutschen Öl-Raffinerie und Kohle-Verflüssigung-Sektoren der Wirtschaft gehörten Standard Oil (den Rockefellers). Die große chemische IG-Farben Industrie kam unter die Kontrolle der Morgan-Gruppe. 40 % des Telefonnetzes und 30 % der Aktien von Focke Wulf gehörten der amerikanischen ITT. Radio und AEG, Siemens, Osram, die Elektroindustrie Groß Konzerne kamen unter die Kontrolle der amerikanischen General Electric. ITT und General Electric waren Teil des Reiches der Morgan. Der Amerikanischen Ford gehörten 100 % der Volkswagen-Aktien. Als Hitler an die Macht kam steuerte das US-Finanzkapital praktisch alle strategisch wichtige Sektoren der deutschen Industrie: Ölraffinerien, synthetische Kraftstofferzeugung, Chemie, Automobilbau, Luftfahrt, Elektrotechnik, Radio-Industrie und einen großen Teil des Maschinenbaus (im ganzen 278 Unternehmen). Die führenden deutschen Banken – Deutsche Bank, Dresdner Bank, Donat Bank und einige andere – waren unter US-Kontrolle.

***

Am 30. Januar 1933 wurde Hitler zum Reichskanzler ernannt. Zuvor wurde seine Kandidatur von amerikanischen Bankiers gründlich studiert. Hjalmar Schacht ging in die Vereinigten Staaten im Herbst 1930, um die Nominierung mit amerikanischen Kollegen zu diskutieren. Er verbrachte das ganze Jahr 1932, um die deutschen Banker davon überzeugen, daß Hitler die richtige Person für die Position wäre. Er erreichte sein Ziel. Die Ernennung Hitlers wurde schließlich bei einem geheimen Treffen von Finanziers in den Vereinigten Staaten genehmigt. Mitte November 1932 schickten 17 deutsche Großbankiers und Industrielle einen Brief an Präsident Hindenburg, in dem sie ihre Forderung zum Ausdruck brachten, Hitler zum Kanzler von Deutschland zu machen. Die letzte Arbeitssitzung der deutschen Finanziers vor der Wahl am 4. Januar 1933, fand in Köln im Haus des Bankiers Kurt von Schröder statt. Danach kam die Nationalsozialistische Partei an die Macht. Dadurch kamen die finanziellen und wirtschaftlichen Beziehungen Deutschlands mit den Angelsachsen auf ein höheres Niveau.

Hitler kündigte sofort seine Weigerung an, Reparationen für den 1. Weltkrieg zu zahlen. Dies stellte die Fähigkeit Englands und Frankreichs in Frage, den Vereinigten Staaten ihre Weltkriegs-Schulden zurückzuzahlen. Washington machte keine Einwände gegen Hitlers Ankündigung. Im Mai 1933 besuchte Hjalmar Schacht ein weiteres Mal die Vereinigten Staaten. Mit Präsident Franklin Roosevelt und großen Bankern handelte er einen Kredit von $ 1 Milliarde aus. Im Juni desselben Jahres besuchte Hjalmar Schacht London für Gespräche mit Montagu Norman. Alles ging reibungslos. Die Briten vereinbarten, ein 2 Milliarden-Dollardarlehen zu gewähren. Auch die Briten hattten keine Einwände bezüglich Deutschlands Entscheidung, die Schuldenzahlungen einzustellen.

Manche Historiker sagen, daß die amerikanischen und britischen Bankers nachsichtig waren, weil die Sowjetunion gegen 1932 den 5-Jahres-Wirtschaftsentwicklungsplan erfüllt hatte, und neue Höhen als Industriemacht erreichte. Einige Tausend Unternehmen waren neu entstanden, vor allem in der Schwerindustrie. Die Abhängigkeit der UdSSR für die Einfuhr von Maschinen war stark geschrumpft. Die Chancen, die Sowjetunion wirtschaftlich zu erwürgen, wurden praktisch auf Null reduziert. So beschloß man, die Sowjets durch einen Krieg zu zähmen und rief die Militarisierung Deutschlands ins Leben.

Es war einfach für Deutschland, amerikanische Kredite zu erhalten. Im Großen und Ganzen kam Hitler in Deutschland zur gleichen Zeit an die Macht, wie Franklin Roosevelt in den Vereinigten Staaten. Dieselben Bankiers, die Hitler 1931 unterstützten, unterstützten Roosevelt bei der Präsidentschaftswahl. Der neu designierte Präsident konnte nicht anders, als große Kredite an Deutschland zu befürworten. Übrigens bemerkten viele, daß es eine große Ähnlichkeit zwischen Roosevelts “New Deal-Politik” und der Wirtschaftspolitik des deutschen Nationalsozialismus gab. Kein Wunder. Genau dieselben Leute haben beide Regierungen zu der Zeit beraten und mit ihnen gearbeitet. Hinter ihnen standen hauptsächlich US-Finanzkreise.

Roosevelts New Deal begann bald zu stolpern. In 1937 stürzte Amerika in den Sumpf der Wirtschaftskrise. 1939 funktionierte die US-Wirtschaft nur noch zu 33 % ihrer industriellen Kapazität (nicht mehr als 19 % auf dem Höhepunkt der Krise von 1929-1933).

Rexford G. Tugwell, Ökonom, der an Franklin Roosevelts erster Denkfabrik mitarbeitete, eine Gruppe von Columbia University Wissenschaftlern, die halfen, Politikempfehlungen für Roosevelts New Deal zu entwickeln, schrieb, daß die Regierung den Erfolg verschlafen habe. Zwei Jahre verstrichen, ehe Hitler in Polen einfiel. Nur der mächtige Wind des Krieges konnte der amerikanischen Wirtschaft helfen. Alle anderen Maßnahmen, die Roosevelt wählen konnte, waren zum Scheitern verurteilt. [1] Nur der Weltkrieg konnte den US-Kapitalismus retten. 1939 verwendeten die Geldbesitzer alle zur Verfügung stehenden Hebel, um Druck auf Hitler auszuüben und ihn zu einem großen Krieg im Osten zu treiben.

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Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) spielte eine wichtige Rolle während des zweiten Weltkrieges. Sie entstand als Vorposten der amerikanischen Interessen in Europa und als eine Verbindung zwischen angloamerikanischen und deutschen Unternehmen, eine Art Offshore-Zone für kosmopolitisches Kapital, die Schutz vor politischen Prozessen, Kriegen, Sanktionen und anderen Dingen gewährt. Die Bank wurde als eine kommerzielle öffentliche Einrichtung geschaffen, und ihre Immunität vor staatlichen Eingriffen und solchen Dingen wie Steuererhebung, wurde durch das 1930 in Den Haag unterzeichnete internationale Abkommen garantiert.

Die Bankiers der Federal Reserve Bank of New York, die den Morgans, Montagu Norman (Gouverneur der Bank of England) und den deutschen Finanziers: Hjalmar Schacht (Präsident der Reichsbank und Minister der Wirtschaft in der Hitler-Regierung), Walther Funk (der später Hjalmar Schacht als Präsident der Reichsbank ersetzte) und Emil Puhl sehr nahe standen, spielten alle eine wichtige Rolle bei den Bemühungen zur Einführung der Bank. Die Zentralbanken von Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland, Belgien und einige private Banken gehörten zu den Gründern. Die Federal Bank of New York tat ihr Bestes, um die BIS ins Leben zu rufen, aber sie wurde nicht als Gründungsmitglied in die Liste eingetragen. Die USA waren durch die Private First National Bank of New York, J.P. Morgan & Company, die First National Bank von Chicago – alles Bestandteile des Morgan Imperiums – vertreten. Japan war auch durch private Banken vertreten. 1931-1932 traten 19 europäische Zentralbanken der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich bei. Gates W. McGarrah, ein Bankier des Rockefeller-Clan war der erste BIS-Vorsitzende des Vorstands. Er wurde durch Leon Fraser, der den Clan der Morgans vertrat, ersetzt. Der US-Bürger Thomas H. McKittrick war Präsident der Bank während der Kriegsjahre.

Über die BIS-Aktivitäten im Interesse des Dritten Reichs wurde bereits viel geschrieben. Die Bank war in Geschäften mit verschiedenen Ländern verwickelt, einschließlich mit jenen die gegen Deutschland Krieg führten. Seit Pearl Harbor war die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich eine Korrespondenzbank für die Federal Reserve Bank of New York. Es spielte keine Rolle, daß sie während der Kriegsjahre unter Nazi-Kontrolle stand, der US-Amerikaner Thomas Huntington McKittrick war ihr Präsident. Soldaten fielen auf den Schlachtfeldern, während die Direktoren der BIS sich in Basel mit den Bankiers von Deutschland, Japan, Italien, Belgien, Großbritannien und den Vereinigten Staaten trafen. Dort, in der Schweizer Offshore-Zone, war alles friedlich, die Vertreter der Kriegsparteien arbeiteten ruhig in einer Atmosphäre von gegenseitigem Verständnis.

Die Schweiz wurde der Ort, wohin das von Deutschland in allen Ecken Europas beschlagnahmte Gold für die Lagerung transportiert wurde. März 1938, als Hitler Wien eingenommen hatte, wurde ein Teil des österreichischen Goldes in die Stahlkammern der BIS transportiert. Das gleiche passierte mit dem Gold der Tschechischen Nationalbank (48 Millionen USD). Als der Krieg anfing, strömten Flüsse von Gold in die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Deutschland bekam es aus Konzentrationslagern und infolge der Plünderung der Vermögen der besetzten Länder (einschließlich was Zivilisten gehörte: Juwelen, Goldkronen, Zigarettenetuis, Geschirr…). Es wurde das Nazi-Gold genannt. Das Metall wurde zu Barren geschmolzen, und in der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, in der Schweiz, oder außerhalb Europas aufbewahrt. Charles Higham in seinem “Trading With The Enemy”: An Expose of The Nazi-American Money Plot 1933-1949 (Handel mit dem Feind: eine Darstellung von der Nazi-amerikanischen Geld Verschwörung 1933 – 1949) schrieb, dass während des Krieges die Nationalsozialisten $ 378 Millionen auf die Konten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich übertrugen.

Noch ein paar Worte über das Tschechische Gold. Die Details sind aufgetaucht, nachdem die Bank of England ihre Archive im Jahr 2012 freigegeben hatte. [2] Im März 1939 eroberte Deutschland Prag. Die Nationalsozilisten verlangten $ 48 Millionen der nationalen Goldreserven. Ihnen wurde gesagt, daß die Summe schon an die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich überwiesen worden war. Später wurde bekannt, daß das Gold von Basel schon in die Stahlkammern der Bank of England verlegt worden war. Auf den Befehl von Berlin wurde das Gold auf das Reichsbank BIS-Konto übertragen. Dann beteiligte sich die Bank of England an Transaktionen mit der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, auf Antrag der Reichsbank. Die Befehle wurden nach London übertragen. Es gab Absprachen zwischen der Deutschen Reichsbank, der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und der Bank of England. 1939 brach ein Skandal in Großbritannien aus, da die Bank of England Transaktionen von tschechischem Gold auf Befehl von Berlin und Basel, nicht aber von der Tschechischen Regierung ausgeführt hatte. Zum Beispiel im Juni 1939, drei Monate vor Anfang des Krieges zwischen Großbritannien und Deutschland, half die Bank of England den Deutschen, Gold im Werte von 440 tausend Pfund Sterling auf ihre Konten zu bringen und auch etwas Gold nach New York zu übertragen (Deutschland war sicher, daß die Vereinigten Staaten im Falle der deutschen Intervention in Polen nicht den Krieg erklären würden).

Die illegalen Transaktionen mit tschechischem Gold wurden mit stillschweigendem Einverständnis der Regierung von Großbritannien gemacht, obwohl sie wußte, was vorging. Premierminister Neville Chamberlain, Schatzkanzler Sir John Simon und andere Spitzenbeamte taten ihr Bestes, die Wahrheit zu verbergen, einschließlich kompletter Lügen (das Gold wäre an die rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben oder nie an die Reichsbank überwiesen worden). Die vor kurzem freigegeben Dokumente der Bank of England offenbaren die Wahrheit und zeigen, daß die Regierungsvertreter gelogen haben, um sich selbst und die Aktivitäten der Bank of England und der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich zu verschleiern. Es war einfach, die gemeinsamen kriminellen Aktivitäten zu koordinieren, weil Montagu Norman, Leiter der Bank of England, auch Vorsitzender des Vorstands der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich war. Er hat nie aus seinen Sympathien für die Faschisten ein Geheimnis gemacht.

Der Bretton-Woods-Konferenz, formal als die Geld- und Finanz Konferenz der Vereinten Nationen bekannt, war das Treffen im Mount Washington Hotel, das sich in Bretton Woods, New Hampshire, USA befindet, von 730 Delegierten von allen 44 alliierten Nationen, zur Regulierung des internationalen Währungs- und Finanzsystems nach dem Ende des zweiten Weltkriegs. Die Konferenz fand zwischen dem 1. und 22. Juli 1944 statt. Plötzlich schlug die Verstrickung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich wie eine Bombe in die Tagesordnung ein. Es wurde berichtet, die Bank habe mit dem faschistischen Deutschland kollaboriert. Ich lasse viele Details weg und möchte nur erwähnen, daß (einige US-Abgeordnete waren gegen den Antrag, die BIS zu schließen) die Delegierten eine Einigung mit großer Mühe erreichen konnten. Diese Entscheidung der internationalen Konferenz wurde nie in die Akten eingetragen. Alle verrufbringende Informationen bezüglich der Aktivitäten der BIS während des Krieges wurden als Geheimakte klassifiziert. Heute hilft das, die Geschichte des zweiten Weltkriegs zu fälschen.

Schließlich noch ein paar Worte zu Hjalmar Schacht (1877 – 1970), der Präsident der Reichsbank und Wirtschaftsminister in der Regierung des Dritten Reiches war. Er war eine Schlüsselfigur, der die wirtschaftliche Maschine des Dritten Reiches kontrollierte, und der als außergewöhnlicher und allmächtiger Botschafter das anglo-amerikanische Kapital in Deutschland vertrat. Auf dem Kriegsverbrechertribunal wurde Schacht in Nürnberg am 1. Oktober 1946 freigesprochen. Aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen war auch Hitler nicht auf der führenden Kriegs-Verbrecher-Liste von 1945. Mehr dazu: Schacht kehrte zu seinem Beruf zurück, so als wäre nichts passiert und gründete die Schacht GmbH in Düsseldorf. Dieses Detail könnte unbemerkt bleiben, obwohl es als ein weiterer Beweis für die Tatsache spricht, daß die anglo-amerikanischen “Geld-Besitzer” und ihre bevollmächtigten Vertreter in Deutschland das Ergebnis des zweiten Weltkriegs vorbereitet und bis zu einem gewissen Grad beeinflußt haben. Die “Geld-Eigentümer” haben die Geschichte des Krieges neu geschrieben und seine Ergebnisse geändert.

Quelle
Strategic Culture Foundation (Russland)

[1] P.Tugwell, The Democratic Roosevelt, A Biography of Franklin D. Roosevelt, New York, 1957, p 477.

[2] bankofengland.co.uk.

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Kommentare

Die Organisatoren des zweiten Weltkriegs — 2 Kommentare

  1. Ein gute Zusammenfassung der damaligen Umstände, ähnlich der Dokumentation Banking with Hitler .

    Ein Blick auf die familiären Umstände rundet die Sache ab:

    Schacht wurde 1877 in Dänemark als Sohn eines naturalisierten amerikanischen Vaters geboren. Der Vater kehrte in dem Jahr, als Hjalmar Horace Greely geboren wurde, aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland zurück und arbeitete 30 Jahre lang als leitender Angestellter für den deutschen Zweig des Versicherungshauses Equitable Life Insurance. (Heinz Pentzlin, Hjalmar Schacht, Berlin 1980)

    Das anglo-amerikanische Finanzestablishment machte Hjalmar Schacht zu seinem „Mann in Deutschland“. Im November 1923 bestimmte die alliierte Reparationskommission Schacht zum neuen Reichsbankchef, und er wurde gegen die einstimmige Opposition des Reichsbankstabes eingestellt. Schacht saß damals im Verwaltungsrat der Danat-Bank, die, wie wir erfahren haben, bei der Bankenkrise von 1931 eine unrühmliche Rolle spielte.

    Am 22. Dezember 1923 wurde Schacht offiziell Reichsbankpräsident. Eine Woche später reiste er zu ausgedehnten Gesprächen mit dem Gouverneur der Bank von England, Montagu Norman, nach London. Es kam nun zu regelmäßigen Treffen zwischen Norman und Schacht sowie fast täglichem Schriftwechsel und Telefongesprächen. Noch 1939 fuhr Norman nach Deutschland, um Pate von einem Enkelkind Schachts zu werden. Montagu Norman war die bestimmende Persönlichkeit der Londoner City – eine diabolische Figur mit gewaltigem Einfluß auf den Gang der finanziellen – und politischen Ereignisse vom Ersten bis in den Zweiten Weltkrieg hinein (William Engdahl, Mit der Ölwaffe zur Weltmacht, Wiesbaden 1992)

    Als Weiterung und um als verhältnismäßig „Normalgebliebener“ einen Einblick in die (abartige) Gedankenwelt eines Großbankiers zu bekommen, empfehle ich das kleine Büchlein:
    „Das Hindernis des Friedens“ aus 1918

    mfg

    • @ Zyniker
      Danke für die aufschlußreiche Ergänzung zur Person Hjalmar Schacht.
      Das erwähnte Büchlein werde ich sofort lesen.
      mfg

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