Im Hochbeet üppig ernten

Wer nur eine kleine Gartenfläche verfügbar hat, oder einfach nur das ganze Jahr über viel ernten möchte, oder wer mit dem Bücken Probleme hat, ist mit einem Hochbeet bestens beraten.
Ein solches Beet bietet viele Vorteile. Die Temperatur ist in 1 Meter Höhe etwa 5 bis 8 Grad höher als am Boden. Auf die Weise verlängert sich die Kulturzeit bis zu 6 Wochen. Die Pflanzen bekommen in der Höhe auch mehr Licht. Fazit: die Pflanzenreihen können im Hochbeet viel enger zusammenstehen.

Wie schon erwähnt, für ältere oder behinderte Menschen ist es ein bequemes Arbeiten, quasi in Tischhöhe. Im Prinzip ist ein Hochbeet ein überdimensionaler Blumenkasten. Wer selbst kein Handwerker ist, kann einen Hochbeet-Bausatz kaufen und zuhause ganz leicht sein Beet zusammenbauen.

Es gibt auch preiswertere Lösungen. Das hier abgebildete Hochbeet hat eine Doppelwand: Innen aneinander verschraubte verzinkte Kompostgitter (Baumarkt), außen selbst imprägnierte (kostenlose) Einwegpaletten vom Dachdecker. Die Stöße der Einwegpaletten habe ich gegen die Stöße der Kompostgitter versetzt. Die Stabilisierung der Konstruktion ist sehr wichtig, denn die Höhe von ca. 1 Meter Erdmaterial erzeugt einen gewaltigen Seitendruck – bei Starkregen noch viel mehr!

HochbeetDie “Kiste” wurde dann mit Schwimmbadfolie ausgekleidet. Am Boden liegt engmaschiger Maschendraht (gegen Wühlmäuse). Dann wird die Kiste unten mit kleinen Ästen und anderem Grünschnitt gefüllt. Darauf kommt eine Lage Mutterboden, darauf frische Komposterde und zuoberst Erde aus dem Gartenmarkt (etwa 6 cm hoch).

Je nach Jahreszeit kann nun sofort gesät und gepflanzt werden.

Zur Bewässerung habe ich im Abstand der Pflanzreihen Tröpfelschläuche verlegt, die aus einem “Hochbehälter” (Regenwassertonne auf Unterbau) ihren Wasserdruck erhalten. Mittels Pumpe wird dieser “Hochbehälter” aus der weiteren Regentonne am Haus immer wieder aufgefüllt. So erspart man sich das mühsame Gießen in 1 Meter Höhe aus einer Gießkanne.

Bitte düngen Sie immer mit organisch-mineralischem Volldünger oder mit selbst kompostierten Garten- und Küchenabfällen. Dieser Kompost sollte aber während des Kompostierens zusätzlich mit Stallmist oder getrocknetem Kuhmist (Baumarkt) angereichert werden.

Viel Spaß und guten Erfolg!

 

 

 

 

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