Der Irrtum der Gutmenschen

Der romantische Traum von “…ich hatte eine Farm in Afrika am Fuße der Ngong-Berge” stellt sich immer mehr als riesiger Irrtum heraus. Karen Blixen hat der Welt in  “Jenseits von Afrika” eine Idylle vorgegaukelt, die es seit Jahrzehnten nicht mehr gibt. Hauptgrund ist die exponentielle Bevölkerungsexplosion südlich der Sahara.

Die afrikanische Wirtschaft wächst rasant, Strassen, Eisenbahnlinien und Flughäfen werden gebaut, die Zahl der Handy-Nutzer explodiert. Trotzdem schafft es der Kontinent nicht, der Armut zu entkommen.

Auf krisenfrei.de ist zu lesen: Noch vor wenigen Jahren rechnete man bei der UN für das Jahr 2050 mit einer Weltbevölkerung von 9,6 Milliarden. Alle Anzeichen deuten aber darauf hin, dass das lange angekündigte Ende des weltweiten Bevölkerungswachstums nicht etwa bei neun Milliarden Menschen stagnieren wird.

Seit Mitte Juli 2014 haben die Vereinten Nationen (UN) eine aktualisierte Datenliste zum Bevölkerungsdaten vorliegen, die ein Wachstum über die Mitte des Jahrhunderts prognostizieren. Die Experten der UN und der University of Washington in Seattle legten in der Wissenschaftszeitschrift „Science“ Analysen vor, die mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit von einer anhaltenden Bevölkerungsexplosion bis Ende des Jahrhunderts ausgehen.

Nach den neuen Berechnungen werden statt der gegenwärtigen 7,4 Milliarden Erdbewohner bis 2100 rund 12,3 Milliarden Menschen auf diesem Globus leben.

Schauplatz der Bevölkerungsexplosion ist ein einziger Kontinent: Afrika! Ist der Kontinent noch zu retten? Jedenfalls nicht mit der Aufnahme von noch mehr Flüchtlingen.

Die Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer sollten den Europäern die Augen für die wirtschaftliche Misere in Afrika öffnen. Eine hausgemachte Notlage, wie das Beispiel der fehlenden Bevölkerungspolitik in Uganda zeigt.

MathareValleySlum-550x299Mit jährlich rund 3,5 Prozent mehr Einwohnern gehört Uganda zu jenen Staaten der Welt, deren Bevölkerung besonders rasant wächst. Einzig der Sahelstaat Mali liegt beim Bevölkerungswachstum mit vier Prozent noch vor Uganda.

Wer sich einbildet, durch die Aufnahme von einer oder zwei Millionen Flüchtlingen das afrikanische Desaster mildern zu können, sollte nochmals die Schulbank drücken.

Die durchschnittliche Geburtenrate in Afrika liegt bei 4,7 Kindern pro Frau. Bei dieser Fertilitätsrate wird sich die Bevölkerungszahl Afrikas bis zum Jahr 2100 vervierfachen. 4,4 Milliarden Menschen werden auf dem Kontinent dann leben. Die exponentielle Kurve steigt gegenwärtig um jährlich 20 Millionen Menschen. Es werden folglich bei 2 Millionen Flüchtlingen immer noch 18 Millionen Neugeborene mehr das Licht der Welt erblicken, als der Kontinent verkraften kann.

DWO-BevoelkerungSeien wir uns bewußt, daß mit jeder entlastenden Million Flüchtlinge der Druck abnimmt, an dem afrikanischen Desaster etwas zu ändern. Flüchtlingshilfe ist genau der falsche Weg, die Bevölkerungsentwicklung zu stoppen. Flüchtlingshilfe fördert die Bevölkerungsexplosion geradezu.

Niemand kann davon ausgehen, daß die gegenwärtige Bundesregierung diesen Zusammenhang nicht kennt. Die Bundesregierung muß folglich mit ihrer Flüchtlingspolitik andere Ziele verfolgen.

Die Konsequenz dieser völlig irrsinnigen Politik wird nicht etwa eine Bereicherung deutscher Kultur und Wirtschaft sein. Die Konsequenz wird die Afrikanisierung der hiesigen Bevölkerungsentwicklung sein. Das heißt, der Anteil der afrikanischen Neubürger wird ebenso rasant wachsen wie in deren Herkunftsländern.

bild_s8Laut Herrn Schäuble dürfen wir uns glücklich schätzen, auf diese Weise der Gefahr von Inzucht zu entgehen. Abgesehen vom Unsinn dieser Gedankenlosigkeit sollte Herr Schäuble den Bürgern sagen, wohin die Reise geht. Afrika wird eines Tages überall sein zwischen Flensburg und Bodensee.

Die entwicklungspolitische Diskussion erweist sich zunehmend als borniert, und letztendlich obsolet. Sie ist der Ausdruck einer Agenda, die sich längst ad absurdum geführt hat. Die Frage nach der Zukunft Afrikas ist keine Frage der Gestaltung der Entwicklungshilfe, sondern der Entfesselung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Potenziale dieses Kontinents. Die aktuellen Krisen in unserer westlichen Weltordnung führen uns vor Augen, dass wir keine Lösungen für andere Länder und Völker haben und wie immer deutlicher wird, wahrscheinlich nicht einmal für uns selbst. (Mehr lesen)

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Kommentare

Der Irrtum der Gutmenschen — 3 Kommentare

  1. Der Quatsch mit der Überbevölkerung:
    Würde man 8 Milliarden Menschen (ich weiß es sind nicht so viele
    aber wer hat die gezählt?)nach Australien verfrachten hätte jeder circa 100 qm zur Verfügung.Der Bedarf an Lebensmittel könnte mit einer Fläche so groß wie Texas gedeckt werden.
    Schauen Sie sich mal die einzelnen Länder an. Rechnen sie aus oder
    schauen Sie wieviele in den einzelnen Ländern pro qm leben.
    Der Grund warum in Deutschland die Geburten pro Frau so stark zurück gingen, schon mal darüber Gedanken gemacht?
    Ich lebe und arbeite seit mehr als zehn Jahren in Afrika.
    Hier fehlt einfach nur Sicherheit in Bezug auf Eigentum es gibt kein Grundbuch Amt oder sie sind erst im Aufbau.Meine Freundin hatte ein Stück Land,sie hatte ein Haus darauf gebaut und einen
    Tages war auf ihr Haus und auf das Hauser Ihrer Nachbarn die Aufforderung gepinselt das Gelände zu räumen.Sie ging mit ihrem Dokument zur Stadtverwaltung. Die sagten “Ja das Dokument ist echt aber um es zu bestätigen müßte sie umgerechnet 500 € bezahlen. Das ging ihren Nachbarn auch so. Die wenigsten haben das bezahlt.sie wußten:Das funktioniert nicht.Einige Monate später kamen die Bulldozer.Was ich sagen will: Diese Leute können außer mit vielen Kindern keine Zukunft erschaffen.
    Wenn Sie aufmerksam zuhören: Es gibt in Deutschland immer wieder
    Nachrichten bei denen von Zwangsenteignung für Flüchtlingsheime und so weiter die Rede ist.
    Ich sehe hier wo das hinführt.

    Danke führs lesen

    • Und wieder ein Fall von kognitiver Dissonanz. Warum? Weil der Satz “Wachset und mehret euch” in den letzten 2000 Jahren so in unsere Köpfe einbetoniert wurde, dass erlatent auch bei Atheisten als Überzeugung einbetoniert ist. Und Überzeugungen sind eines Wahnes gleich nicht korrigierbar und sagt jemand etwas, was der Überzeugung zuwieder läuft kommt es zur kognitiven Dissonanz und es wird mit allem Geschossen was man finden kann.
      In diesem Fall ist es eine Milchmädchenrechnung eines Herren, der dies Australien-Pseudo-Argument zumindest auf einem Vortrag genannt hat. Ob er die Rechnung selbst angestellt hat oder abgeleitet hat weiß man nicht.
      Würde man aber in dieser weise Rechnen und sich mal ein reales Beispiel wie Mexico City nehmen, dann würde man sagen die 8,8 Mio Einwohner nebeneinandergestellt vereinnahmen einen Platz von 2,2 Quadratkilomtern.
      In der Realität sprechen wir aber von 1980 Quadratkilometern versiegelter und bebauter Oberfläche die sich von einem sauberen Stadtkern nach außen immer weiter verslumt.
      Aufgrund von Wassermangel werden dann Flüsse begradigt wodurch das Umland verödet und die Nahrungsmittel erzeugende Landwirtschaft leidet und hier sind es mal gerade 8,8 Mio und nicht 8 Mrd Menschen.
      Global gesehen ist auch sehr lustig, dass das Argument angeführt wird, Texas könnte 8 Mrd Menschen ernähren wo doch ganz Indonesien keinen Urwald mehr hat, weil es eine einzige Palmölplantage für die Margarine Kosmetik ist.
      Global haben wir dann auch noch das Problem, dass es mitlerweile eine Sandmafia gibt die ganze Inseln abträgt um Bausand heranzuschaffen. Es gab da mal auf Arte eine Sendung darüber – sehr interessant.
      Und letztlich wollen sich die 8 Mrd ja weitervermehren, aber da gibt es ja Strategen, die behaupten, wenn alle Vegetarier werden könnte die Welt 70 Mrd Menschen ernähren – Hahahaha. Wenn diese 70 Mrd dann eine Portion Margarine von 5 Gramm uf ihr Frühstücksbrot schmieren wollen wären das 35.000 LKW von je 10t die da aus Iden indonesischen Palmölplantagen herangekart werden müssten und da ist das Brot noch gar icht dabei.
      Und zur Tierliebe: Wärend sich die Menschheit in den letzten 40 Jahren verdoppelt hat sind 50% Wildtiere ausgestorben.
      Zum Schluss möchte ich hierzu noch ein Kapitel aus einem der Bücher von Viktor Farkas zum Besten geben, in dem auch die Georgia Guidestones in einem anderen Licht erscheinen, die kommen nämlich nicht von den bösen Iluminaten, die die Weltbevölkerung durch Dezimierung besser beherrschen wollen. Anders wird ein Schuh draus, die Illuminaten lancieren dieses Gerücht weil sie in Wirklichkeit Massen brauchen, da Menschen besser beherrschbar, je mehr sie sind (Gustav Le Bon “Psychologie der Massen”)
      Auch brauchen sie die Massen um sie in Kriegen zu verheizen oder um mit Hartz 4 die arbeitende Bevölkerung zu erpressen oder um Leute krank zu machen damit die Pharmaindustrei mehr verdient usw.
      Jetzt aber zu dem Farkas Kapitel:
      Die »B-Bombe«
      Der Schrecken der Exponentialkurve
      Den makabren Titel »Die B-Bombe«, der »Bevölkerungs-Bombe« bedeutet, trug 1995 eine Dokumentation
      des Bayrischen Fernsehens in der Reihe »Reportage am Montag«, die sich mit dem Untertitel »Von der
      Bevölkerungsexplosion zum Umweltkollaps« mit einem Thema befasste, das heute offenbar zu den
      »unkorrekten« gehört, da es aus dem öffentlichen Diskurs verschwunden ist. Was nicht verschwunden ist, ist
      die Bevölkerungszunahme. Dabei wusste bereits Theodor Billroth (1829-1894), der Begründer der
      berühmten Wiener Schule der Chirurgie, was es geschlagen hat: »Der medizinische Fortschritt wird die
      Menschheit durch Überbevölkerung vernichten, sofern er nicht Hand in Hand mit Bevölkerungskontrolle geht.
      « Auch an die von Aldous Huxley in den 1930er-Jahren getroffene Feststellung »Das Problem der
      Überbevölkerung ungelöst, wird alle anderen Probleme unlösbar machen«, kann gar nicht oft genug erinnert
      werden.
      “Auch daran sollte immer wieder erinnert werden, dass so gut wie alle Staatsutopien von einer fixen
      Bevölkerungszahl ausgehen, die sich niemals ändern darf (!). Platos bereits erwähntes ideales Stadtmodell
      wird von insgesamt 5040 Familien bewohnt, deren Zahl niemals steigt, wofür auch gesorgt wird. Nicht nur
      erträumte Idealgemeinschaften wie Campanellas »Sonnenstaat«, Homers »Scheria«, die »Insel der
      Phäaken«, Owens »Meccania«, Cabets »Ikaria«, Bulwer-Lyttons »Land der Vrilyia« oder Bacons »Ensalem«
      aus seinem »Nova Atlantis«, sondern auch alle Überlieferungen eines vergangenen Utopia – sei es nun
      Atlantis, Mu, Lemuria, Hyperborea usw. -betonen die Wichtigkeit einer stabilen Menschenanzahl. Die
      tatsächliche Zunahme der Erdbevölkerung verkörpert nämlich in geradezu klassischer Weise eine
      exponentielle Wachstumskurve. Dazu eine Impression aus Wien, gefolgt von einer kleinen Chronologie:
      Zwischen der Wiener Secession und der im Zusammenhang mit der Aufrüstung der Dealer bereits
      erwähnten U-Bahnstation »Karlsplatz« gibt es eine Passage, an deren Wänden laufend diverse
      Zahleninformationen leuchten: so und so viele Verliebte (es würde mich interessieren, wie man das erhoben
      hat), so und so viele Ausgaben für dies und das, und auch die Zahl der weltweiten Kriegstoten. Von 1.
      Januar bis 1. August 2008 waren es 11000. Nicht angeführt wurde allerdings, dass der
      Bevölkerungszuwachs innerhalb nur einer Stunde ebenfalls 11000 beträgt.
      Ein ebensolcher morbider Vergleich bietet sich für manche angesichts der Katastrophen-Bilanz 2008 an. In
      diesem Jahr sind weltweit 240 000 Menschen Katastrophen zum Opfer gefallen – »aufgefüllt« wird diese
      bedauerliche Zahl in nicht einmal einem Tag.
      Zur Erreichung der ersten Milliarde Anfang des 19. Jahrhunderts brauchte der Homo sapiens über zwei
      Millionen Jahre. Für die zweite Milliarde benötigte er nicht einmal 100 Jahre. Jahr für Jahr geht es immer
      flotter. In meiner bisherigen Lebenszeit (ich bin Jahrgang 1945) hat sich die Menschheit mehr als
      verdreifacht. Unvergesslich ist mir bis heute der Kinotrailer für David Cronenbergs Film »Scanners. Ihre
      Gedanken können töten« von 1981 (!) geblieben. Darin hieß es dramatisch: Es gibt vier Milliarden
      Menschen, 237 von ihnen sind Scanner, die Chancen sind also gleich. 1981 waren es also noch vier
      Milliarden. Man erwartet, dass eine Verdoppelung von derzeit nicht ganz sieben auf 14 Milliarden keine 15
      Jahre dauern wird, die von 14 auf 28 Milliarden nur noch acht usw.
      Es liegt zwar auf der Hand, wird aber dennoch so gut wie ignoriert, dass jeder Verdoppelung an Menschen
      auch eine Verdoppelung an Nahrungsmitteln und Güterproduktion gegenüberstehen muss. Soll die
      Menschheit nicht laufend ärmer, hungriger, ungebildeter und elender werden, muss neben jeder Straße eine
      zweite gebaut werden, neben jedem Kraftwerk ein weiteres. Noch einmal so viel Wälder müssen abgeholzt,
      zweimal so viel Atomabfälle gelagert, doppelt so viel Abgase aus Auspuffen und Schornsteinen geblasen,
      doppelt so viel Dreckberge ins Meer gekippt, doppelt so viel Chemie auf die Felder gesprüht, doppelt so viel
      unglückliche Tiere in Tierfabriken und Tiertransporte hineingestopft werden. Die Zahl der Krankenhäuser, der
      Gefängnisse, der Brunnen, der Toiletten, der Schulen, der Nutztiere, der Bergwerke usw. muss im gleichen
      Maße ansteigen wie die Zahl der Menschen.
      Aus den Medien: Um den gegenwärtigen ärmlichen Lebensstandard der durchschnittlichen indischen
      Bevölkerung aufrechtzuerhalten, müssten jedes Jahr rund 130 000 bis 140 000 neue Schulen gebaut, 400
      000 bis 500 000 neue Lehrer ausgebildet und rund fünf Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden.
      Außerdem müssten zusätzliche 15 Millionen Tonnen Nahrungsmittel herbeigeschafft werden. All das lediglich
      um die jährliche Zuwachsrate in Indien von rund 20 Millionen zu versorgen. Zu meiner Schulzeit gab es 250
      Millionen Inder, heute sind es über eine Milliarde.
      Die Bevölkerungsexplosion in Niger hat dazu geführt, dass sich heute bis zu 40 Personen einen Acker teilen
      sollen, der früher einer einzigen Person zugutekam. Prognosen gehen davon aus, dass die Bevölkerung von
      Niger, 2009 bei rund 14 Millionen, 2020 bei 30 Millionen und 30 Jahre später bei 60 bis 70 Millionen liegen
      wird.
      Vergleichbares konstatieren Statistiker im namensähnlichen Nigeria, dem mit über 140 Millionen Einwohnern
      bevölkerungsreichsten afrikanischen Land. Lagos, die größte Stadt des Landes, hatte Ende der 1950erJahre
      300 000 Einwohner. Anfang des 21. Jahrhunderts hat sich die Ein-wohnerzahl mit über neun Millionen rund
      verdreißigfacht. 2020 rechnet man mit 30 Millionen.
      Die Dramatik der Situation lässt sich an dem in anderen Medien zitierten makabren Beispiel ablesen, das im
      Britischen Ärztejournal »The Lancet« – ich erwähnte das Journal bereits im Zusammenhang mit dem
      Gemetzel im Irak – gemacht worden sein soll: »Der tägliche Abwurf einer Atombombe des Hiroshima-Typs
      würde die Vermehrung (der Weltbevölkerung) kaum mindern. « Makaberer, um nicht zu sagen morbider,
      geht es wohl kaum.
      Wie groß glauben Sie, wird die Masse der Menschheit wohl in 6000 Jahren sein, wenn es so weitergeht?
      Der Astrophysiker Sir Frederick Hoyle hat es errechnet: Größer als die gesamte Materie des bekannten
      Universums.
      Selbst wenn wir kürzer in die Zukunft blicken, wird uns auch schon ganz schön mulmig. Bei weiterer
      Vermehrung, wie sie im Gange ist, wäre das Gesamtgewicht der Menschheit nämlich schon im Jahr 3500
      genauso so groß wie das Gesamtgewicht der Erde (immerhin 6700 Trillionen Tonnen). Da die Masse nicht
      größer, sondern lediglich umgeschichtet bzw. verdrängt werden kann, wäre die Erde dann – theoretisch –
      völlig in Menschen umgewandelt und als Planet nicht mehr vorhanden. Ein Menschenball würde um die
      Sonne kreisen. Gemütsmenschen kümmert die ferne Zukunft nicht. Blicken wir daher in die unmittelbare
      Zukunft:
      Selbst bei einem jährlichen Zuwachs von »nur« 80 Millionen dürften sich im Jahr 2070 rund 30 Milliarden
      Erdenbürger aneinander pressen. Allein für die Ableitung der Körperwärme, die dann von den
      dichtgedrängten Massen ausgeht, würde die gesamte Industrieleistung der zukünftigen Erde benötigt
      werden.
      »Endlich allein!«
      Dieser Satz, den frisch Verliebte auszustoßen pflegen, wenn sie lästige Verwandte oder Freunde endlich
      losgeworden sind und sich einander ungestört widmen können, könnte dereinst auch für die Menschheit als
      Ganzes gelten. Einen romantischen Aspekt gibt es dabei allerdings nicht.
      Der Kohlenstoff, aus dem alles Leben auf unserer geschundenen Erde besteht, wird klarerweise nicht mehr.
      Wie schon erwähnt, kann also nur umgeschichtet werden. Dazu hat der amerikanische Biochemiker und
      berühmte Science-Fiction-Autor russischer Herkunft Isaac Asimov (1920-1992) eine spezielle Berechnung
      angestellt. Er ging von der totalen Masse aller lebendigen Organismen aus, die derzeit etwa 20 Billionen
      Tonnen beträgt (das sind zwanzigtausend Milliarden). Rund zehn Prozent davon, also andie zwei Billionen
      Tonnen, sind Tiere, einschließlich des Homo sapiens, auch wenn wir uns gerne für etwas Besseres halten.
      Einen höheren Anteil an tierischem Leben kann es nicht geben, weil ein Verhältnis von 90 Prozent Flora und
      zehn Prozent Fauna die Grundlage der Balance des Lebens ist. Das pflanzliche Leben muss immer weit
      überwiegen, da sich Tiere entweder direkt von Pflanzen ernähren, oder Pflanzenfresser bzw. andere
      Fleischfresser fressen, die ihrerseits wiederum Pflanzenfresser fressen. Wie vielgliedrig die Kette des
      Fressen-und-gefressen-Werdens auch sein mag, am Anfang und Ende stehen immer die Pflanzen. Nimmt
      eine Tiergattung zu, wird dafür eine andere weniger. Ein perfektes Gleichgewicht. Jedoch nicht mit
      unsereinem als Teilnehmer.
      Derzeit beträgt die Masse der Menschheit über 300 Millionen Tonnen. Das ist mehr als ein Sechstel Promille
      der gesamten Fauna. Somit ist das Gesamtgewicht der Tiere approximativ sechstausendmal so groß als das
      der Menschheit. Würde die Menschheit um den Faktor sechstausend anwachsen, wäre sie in ihrer
      Gesamtheit genauso schwer wie es die Gesamtheit aller Tiere früher war, uns eingeschlossen. Die anderen
      Tiere gäbe es dann allerdings nicht mehr. Wir hätten sie verdrängt. Alle hätten uns durch ihren Tod weichen
      müssen. Es gäbe absolut keinen Platz mehr für Katzen, Hunde, Nutztiere, Vögel, Pferde, Hühner, Frösche,
      Heuschrecken, Käfer, Würmer, Fische oder für sonst irgendetwas, das da kreucht und fleucht. Ebenso wenig
      für Bäume, Wiesen, Felder. Wir wären die einzige animalische Spezies auf Erden. Mutterseelenallein und
      hungrig.
      Um die dicht gedrängten hungrigen Mäuler zu füttern, müsste diese Mega-Menschheit alle Pflanzen mit nicht
      essbaren Teilen beseitigen und statt dessen einen Mikroorganismus züchten, um sich ausschließlich davon
      zu ernähren. Von wahren Gebirgszügen an Abfall, einschließlich der äußerst infektiösen menschlichen
      Ausscheidungen, wollen wir gar nicht reden.
      Dieses Szenario ist in der Tat schreckenerregend, aber, so glaubt man unbekümmert, weit, weit in der
      Zukunft angesiedelt. Das muss doch noch Jahrtausende, wenn nicht gar Zehntausende Jahre dauern bis der
      Homo sapiens einsam und allein eine verwüstete Welt mit einer Bevölkerungsdichte von über einer halben
      Million Menschen pro Quadratkilometer bewohnt.
      Irrtum!
      Etwa zwölf Verdoppelungen, für die die Menschheit bei der derzeitigen Vermehrungsrate um die dreihundert
      Jahre braucht, reichen aus und wir haben es geschafft. Dann gibt es nur noch uns und den Pflanzenbrei auf
      Erden; jeder Erdenbürger mit einem persönlichen »Freiraum« wie ein Legebatteriehuhn.
      Selbst wenn es gelänge, durch gentechnologische Wundertaten laufend ausreichend Nahrung für die
      anschwellenden Menschenmassen zu produzieren, und man die in dem Fall zu erwartenden, alles Leben
      buchstäblich erstickenden Abfall- und Giftberge außer Acht lässt, kann es kein Vergnügen sein im Stehen zu
      essen, wie es der Ökologe Paul Lears formulierte. Aber dazu dürfte es ohnedies nicht kommen.
      Viel wahrscheinlicher ist nach Ansicht desillusionierter Zukunftsforscher, dass die schicksalhafte
      Verknüpfung von Armut und Bevölkerungsexplosion unweigerlich dazu führen wird, dass die
      vermehrungsfreudigen Hungerleider ihre Lebensansprüche dereinst mit Gewalt durchzusetzen versuchen
      werden. Von ihrem Standpunkt aus gesehen, ein durchaus legitimes Begehren. Realistisch betrachtet,
      würden sie wahrscheinlich sogar im Falle grenzenloser Nahrungsmittelproduktion auf gentechnologischer
      Basis auf der Strecke bleiben. Am Gentech-Futternapf dürften wohl nur jene Platz nehmen, die dafür in
      harter Währung bezahlen können. Um den Direktor des Instituts für Europäische Umweltpolitik zu zitieren:
      »Welches Gentechnik-Labor wird erst Millionen investieren, um nachher das Produkt zu verschenken?«
      Selbst optimistischsten Schwarmgeistern dürfte klar sein, dass wir uns schon weit vor allen Zahlspielereien,
      betreffen sie nun eine ferne oder eine nahe Zukunft, unter uns selbst und unter unseren Abfallprodukten
      begraben hätten, beziehungsweise, dass schon lange davor ein echter Weltkrieg um Ressourcen,
      Nahrungsmittel, Platz und ganz besonders um Wasser in vollem Gange sein muss. Auf dem Weg zum
      Alleinbewohner der Erde befinden wir uns jedenfalls nicht erst seit heute.
      Am 11. Januar 1995 gab es im Zoo von Neu-Delhi einen makabren Jahrestag. An diesem Mittwoch schloss
      der einzige noch in Indien lebende Gepard seine Katzenaugen für immer. Sein Name war Alexis und seine
      Todesursache ist bezeichnend: Er starb aufgrund von Luftverschmutzung an einer Raucherlunge. Bereits am
      4. Januar des Jahres hatte es im Zoo den zweitletzten Geparden Indiens erwischt. In der Zeit von 1990 bis
      Ende 1994 verendeten in dem Zoo insgesamt 16 Tiger und Panther, 80 Rehe, Hirsche und anderes Rotwild,
      29 Primaten, mehr als 400 Vögel sowie 79 Reptilien schlicht und einfach »an der Zivilisation«.
      Von 1500 bis 1850 starb etwa alle zehn Jahre eine Art aus. Von 1850 bis 1950 erhöhte sich das Artensterben
      auf eine Art pro Jahr. In den 90er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurden bereits täglich zehn Arten
      ausgerottet. Mit dem Beginn unseres Jahrhunderts scheidet bereits jede Stunde eine Art dahin. Eine
      schlimmere Massenausrottung als durch den Dinosaurier-Meteor vor 65 Millionen Jahren! Die Entwicklung
      beschleunigt sich mit der Ausbreitung des zweibeinigen Herrn der Welt weiter, wobei keinem der Schwarze
      Peter zugeschoben werden soll. Ob reich oder arm, wir alle sägen einträchtig an dem Ast, der alles Leben
      trägt. Und das ebenso verbissen wie scheuklappenbewehrt. Wir können eben nicht anders.
      Systeme des Teufels
      »Weil der Mensch zählt«, heißt es in dem Lied, mit dem Alf Poier beim 48. Eurovision Song Contest am 24.
      Mai 2003 in Riga für viele überraschend den beachtlichen sechsten Platz belegt hat (immerhin das beste
      Abschneiden Österreichs seit 1989). Was der originelle Alpenlandbarde mit Sang und Klang anprangert, ist
      traurige Tatsache: Der sogenannte »denkende Mensch« wütet wie ein wahnsinniger Berserker unter den ihm
      anvertrauten Mitgeschöpfen. Und das, obwohl ihm sein Verstand sagen müsste, dass das nach hinten
      losgehen muss, von der biblischen Mahnung einmal ganz abgesehen, wir seien für unsere Mitgeschöpfe
      verantwortlich, »auf dass es ihnen wohl ergehe« (wovon ja wohl keine Rede sein kann). Wir gehen mit
      »Bruder Tier« um wie Kain mit Abel.
      Damit nochmals zurück zum Contest-Song, bei dem eine Poier-Strophe es besonders in sich hat: »Es
      sterb’n bald alle Vögel. Es sterb’n bald alle Käfer. Nur im Bett da liegt der Adam. Und vermehrt sich mit der
      Eva. «
      Fachleute drücken das Angesprochene weniger lyrisch aus: Je mehr Kinder es gibt, desto größer ist der Teil
      vom Bruttosozialprodukt, den sie aufessen. Und nimmt die Kinderzahl schneller zu als das
      Bruttosozialprodukt, so überholt der Storch den Pflug. Dann wird das Land ärmer statt wohlhabender.
      Entwicklung und Fortschritt stagnieren. Armut schafft Überbevölkerung, Überbevölkerung schafft Armut.
      Wir kennen die Routineantwort auf Prognosen in puncto Bevölkerungswachstum: Steigender
      Lebensstandard, so heißt es gebetsmühlenartig, würde die Vermehrung einbremsen. Abgesehen von den
      ökologischen Horror-Auswirkungen weltweiter Wohlstandsvermehrung wurde dieser »Ausweg« schon 1971
      vom 1918 geborenen Computerpionier und System-Analytiker Jay Wright Forrester als Seifenblase entlarvt.
      Sein Modell mit dem zutreffenden Titel »Der teuflische Regelkreis« zeigt ein fatales Zusammenspiel von
      Faktoren: Bevölkerungswachstum führt zu mehr Industrialisierung, mehr Nahrungsmittelproduktion und zur
      Besiedelung von mehr Bodenfläche. Mehr Nahrungsmittel und Siedlungsland begünstigen eine weitere
      Bevölkerungszunahme — und los geht’s wieder von vorne.
      Wohlstand kann das Grundproblem sogar unmittelbar anheizen, ohne Forresters stufenweise Entwicklung zu
      durchlaufen. Wie der Journalist und Pulitzer-Preis-Gewinner Joseph Lelyveld, der 1994 bis 2001 »Executive
      Editor« der »The New York Times« war, in dieser berichtete, wurde in einem acht Jahre dauernden
      Feldversuch von Entwicklungshelfern im indischen Verwaltungsbezirk Kaira gezielt der Lebensstandard der
      Bevölkerung angehoben. Mit dem Ausgang des Versuchs hatte niemand gerechnet: Nach den acht Jahren
      lag die Geburtenziffer über dem nationalen Durchschnitt.
      Auch wenn es schmerzt, so muss immer wieder an die erkleckliche Anzahl von Berichten, Reports, Studien
      etc. — auch von UN-Organisationen — erinnert werden, in denen beklagt wird, dass Kinder nicht generell als
      Alterssicherung betrachtet werden können, da sie in großer Zahl verstoßen oder verkauft werden. Kinder
      »gehören« in manchen Weltregionen nicht den Frauen oder der Familie, sondern der Gesellschaft,
      manchmal sogar den Clanchefs — auch darüber gibt es Untersuchungen. Der Nachwuchs wird den Familien
      weggenommen und als Sklaven und/oder Prostituierte missbraucht. Nicht zu vergessen die steigende
      »Beliebtheit« von Kindersoldaten. Die unglücklichen Kleinen werden zum Verstümmeln und Töten
      gezwungen. Vielfach in jenen Gebieten, in denen ihre eigenen Gemeinschaften angesiedelt sind. Durch
      diese bewusst angewandte Strategie soll dem Kind die Rückkehr abgeschnitten und seine soziale
      Wiedereingliederung unmöglich gemacht werden. Es gibt Berichte, dass Kinder, die von Behörden ihren
      Eltern zurückgebracht werden, verstoßen werden. In der Dritten Welt gibt es viele bettelnde alte Frauen und
      Männer, um die sich niemand kümmert, obgleich sie sicherlich viele Kinder in die Welt gesetzt haben.
      Ferner entscheiden mancherorts nicht Frauen über ihre Kinderzahl, wie gebildet sie auch sein mögen,
      sondern ihre Männer. Es ist tragisch, aber nicht zu leugnen, dass kinderarme (bzw. Verhütung betreibende)
      Frauen von ihren Männern verstoßen und von der Gesellschaft verachtet werden können. Männer suchen
      sich neue Frauen, wenn es mit dem Nachwuchs nicht weitergeht, Wohlstand oder nicht. Auch Reiche haben
      in einigen Ländern viele Kinder. Sei es als Beweis funktionierender Männlichkeit oder aus reiner Kinderliebe,
      die in der westlichen Wertegemeinschaft seit einiger Zeit ebenso wenig »in« ist wie die Großfamilie. Der viel
      gesuchte Osama bin Laden ist laut Medien nicht nur Mitglied einer Milliardärsfamilie, sondern auch das 17.
      Kind von 50. Zu all dem gibt es Berichte, Studien und Konferenzen.
      Die Quadratur des Populations-Kreises
      Man gewinnt fast den Eindruck, es würde in der öffentlichen Diskussion absichtlich (oder aus unglaublicher
      Ignoranz) völlig unter den Teppich gekehrt, dass eine weltweite Verbreitung unseres Lebensstandards zum
      sofortigen Untergang führen müsste. Ohne sich des Widerspruchs bewusst zu sein, wird die Ungleichheit
      des Wohlstandes als Quelle aller Konflikte beklagt und oft im selben Atemzug erwähnt, dass ein
      Zivilisationsbürger fünf bis neun Tonnen Energieträger im Jahr verpulvert, ein Dritte-Welt-Bewohner aber nur
      etwa 0,1 bis 0,2 Tonnen. Fällt denn niemandem auf, was passieren würde, wenn die Dritte-Welt-Bewohner
      denselben Energieverbrauch hätten wie unsereins? Die in einem solchen Fall produzierten zusätzlichen
      Müll- und Chemikaliengebirge könnte unser Planet nicht verkraften.
      Die Zivilisationsbürger sind nämlich rund eine Milliarde und die Unterprivilegierten derzeit um die sechs
      Milliarden. Sechs oder mehr Milliarden zusätzlicher Verbraucher von jährlich fünf bis neun Tonnen
      Energieträgern, verbunden mit derselben Industrie- und Dreckproduktion wie sie dem Wohlstand der Ersten
      Welt innewohnen, das soll ein Überlebensprogramm sein? Obwohl wir dabei gemeinsam ins Gras beißen
      würden, wird dieses Selbstvernichtungsprogramm offiziell propagiert. Ungeachtet all dieser dürren Fakten
      gibt es immer noch Schwarmgeister, die meinen, die Erde könnte aufgrund der globalen
      Produktionskapazität leicht zwölf Milliarden Menschen ernähren. Ernähren vielleicht, aber ertragen auf
      keinen Fall. Unbeirrbare Optimisten meinen, es gäbe überhaupt keinen Grund zur Sorge: Menschheit und
      Wirtschaft könnten in schöner Zweisamkeit in alle Ewigkeit wachsen. Verglichen mit dieser Wahnvorstellung
      ist die Quadratur des Kreises eine leichte Übung.
      Abweichler vom verordneten Einheitsjournalismus haben das Dilemma mit rotzigen Formulierungen auf den
      Punkt gebracht: »Eine Rolle Toilettenpapier pro Dritte-Welt-Bewohner und Woche würde die Erde baumlos
      hinterlassen« und, noch apokalyptischer: »Wenn jeder Inder einen Kühlschrank hätte, wäre die
      Erdatmosphäre jetzt schon kaputt«. Allein die darin enthaltenen FCKWs (Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe)
      würden dafür sorgen, denn teure Öko-Kühlschränke würden sie sich nicht leisten können und die Konzerne
      ihnen nicht schenken.
      Gar nicht erwähnt wird zudem die Wasserproblematik, braucht man doch für die Erzeugung eines
      Hamburgers 2400 Liter Wasser und für die eines T-Shirts 4100 Liter Wasser. Und jetzt stellen Sie sich
      sieben, zehn, 15 Milliarden Wohlstandsbürger vor, die Hamburger verdrücken und T-Shirts tragen. Der
      tägliche Pro-Kopf-Wasserverbrauch eines US-Amerikaners beträgt 575 Liter und der eines Bewohners von
      Mosambik neun Liter. Alles klar?
      Im »Bild der Wissenschaft« wurde allerdings schon Ende 2000 vermerkt: »Während die Weltbevölkerung
      jährlich um rund 80 Millionen Menschen wächst, verringert sich im gleichen Zeitraum das Ackerland um
      schätzungsweise 25 Milliarden Tonnen fruchtbaren Bodens. « Ein Wasserforschungsprojekt in Amherst im
      US-Bundesstaat Massachusetts stellte bereits vor der Jahrtausendwende fest, dass die weltweiten
      Lebensmittelvorräte aus Wassermangel um mehr als ein Zehntel zurückzugehen drohen.
      Zwei praktische Beispiele: In von Menschenmassen berstenden Mexico City wird heute schon mehr als die
      doppelte Grundwassermenge aus darunterliegenden Grundwasserbecken entnommen als zufließt. Folge:
      Die Quellen versiegen, der Boden bricht ein und ganze Stadtviertel versinken. Wassermangel und Dürre
      droht. Die Bevölkerung wächst weiter.
      In Kairo, wo 1995 die groteske Weltbevölkerungskonferenz stattgefunden hat, sollen laut Medienberichten
      aufgrund der hemmungslosen Wasserentnahme für die immer mehr werdenden durstigen Münder die
      Pyramiden in den Boden einsinken. Und aus Platzmangel siedelt man auf den Friedhöfen.
      Experten haben festgestellt: Selbst wenn alle Flüsse auf Äcker umgeleitet würden, könnten weder China
      noch Indien genug Felder bewässern, um die benötigten Grundnahrungsmittel für den derzeitigen
      Bevölkerungsstand zu produzieren. Dasselbe gilt für Afrika und weite Teile Südamerikas.
      Global verbraucht die Menschheit heute schon erheblich mehr Wasser, als der Regen bringt. Die
      galoppierende Rodung der Wälder von Afrika sowie Mittel- und Südamerika wird die Niederschläge weiter
      reduzieren. Das Wasser wird knapper, die Dürreperioden werden länger.
      Angesichts dieses Teufelskreises verstummen sogar die Gentechnologieeuphoriker, denn eine
      gentechnologische, wundersame Vermehrung von Wasser ist ein Ding der Unmöglichkeit.
      Wer glaubt, wir brauchen uns nur alle zu bescheiden, um in »One World« weltweit glücklich, anspruchlos
      und zufrieden zu leben, ist nicht einmal ein Optimist, sondern ein Wirrkopf. Wann hat sich der Homo sapiens
      jemals freiwillig beschieden?
      All das sind unangenehme, um nicht zu sagen »unkorrekte« Überlegungen. Die Natur entzieht sich aber nun
      einmal jeglicher moralischer oder moralisierender Bewertung. Das obligate »Vom Weltuntergang wurde
      immer schon geredet, es wird auch jetzt nichts passieren« der Ignoranten dürfte ihre Maßnahmen durch
      Realitätsverweigerung nur noch verschlimmern.
      »Lasst Venus gewähren. Sie wird Mars zu euch führen. « Mit dieser poetischen Formulierung hat schon vor
      vielen Jahren der französische Philosoph und Nobelpreisträger von 1928, Henri Bergson, (1859-1941) zum
      Ausdruck gebracht, wohin der unselige Vermehrungsdrang des Menschen führt: in den finalen Krieg. Eine
      Erkenntnis, die offenbar von anderen geteilt wird, die sich aber im wahrsten Wortsinn »massiver«
      ausdrücken als der Franzose.
      Radikalappell von Unbekannt
      Ich liege wohl nicht falsch, wenn ich annehme, dass vielen meiner Leser die »Georgia Guidestones«
      unbekannt sind. Das ist nicht verwunderlich, immerhin kennen sie auch die meisten Amerikaner nicht.
      Ausgenommen einige Gruppierungen, die gegen das »Amerikanische Stonehenge« mit den
      unterschiedlichsten Motiven seit Jahren Sturm laufen.
      Wovon die Rede ist, sind mehrere geometrisch-astronomisch angeordnete, aufrecht stehende Granitplatten,
      die von einem Deckstein gekrönt werden und die in der Tat entfernt an Stonehenge erinnern. Dieses
      seltsame Monument erhebt sich seit 22. März 1980 auf einem Hügel im Elbert County, Georgia, etwa 145
      Kilometer östlich von Atlanta, als in Stein gemeißelter Beweis dafür, dass sich zumindest eine finanzkräftige
      Gruppe vehemente Sorgen über die Zukunft des Homo sapiens zu machen scheint. Es ist von der
      Schnellstraße aus sichtbar. Hinweisschilder beiderseits der Straße bezeichnen die Abzweigung zur
      »Guidestones Road«, die zu der Steinsetzung führt.
      Auf dieser sind auf sechs großen Granitsäulen mit einer Gesamthöhe von fast sechs Metern zehn neue
      »Gebote« in acht modernen und vier antiken Sprachen eingraviert. Bei den modernen Sprachen handelt es
      sich um Englisch, Spanisch, Suaheli, Hindi, Hebräisch, Arabisch, Chinesisch und Russisch. Eine Inschrift in
      Deutsch fehlt. Die Übersetzung der Botschaft aus dem Englischen lautet:
      1: Reduktion der menschlichen Bevölkerung des Planeten Erde auf 500 Millionen, um ein Leben in Eintracht
      mit der Natur zu ermöglichen.
      2: Überlegte Reproduktion der menschlichen Spezies — Entwicklung von Fitness und Verschiedenheit.
      3: Vereinigung der menschlichen Spezies mittels einer neuen, universellen Sprache [Anmerkung des Autors:
      die haben wir schon, schlechtes Englisch].
      4: Beherrschung von Leidenschaften, Religion und Tradition mit abgeklärter Weisheit.
      5: Schutz der Menschen und Nationen durch faires Recht und effiziente Gerichte.
      6: Herrschaft einer Weltregierung über die einzelnen Nationen und Klärung von internationalen Streitfällen
      vor einem weltweit zuständigen Gericht.
      7: Vermeidung von Ausnahmerechten und nutzloser Bürokratie.
      8: Ausgewogenheit zwischen persönlichen Rechten und gesellschaftlichen Pflichten.
      9: Wertschätzung von Wahrheit, Schönheit und Liebe — Suche nach der Harmonie mit dem Unendlichen.
      10: »Seid kein Krebsgeschwür für diese Erde! Lasst der Natur Raum!«
      Dazu gesellt sich auf einer Steintafel der Aufruf: »Mögen diese Marksteine Wegweiser zu einem Zeitalter der
      Vernunft sein. «
      Nebst den Sponsoren des Projektes (»Eine kleine Gruppe Amerikaner, deren Ziel ein Zeitalter der Vernunft
      ist«) wird ein R. C. Christian genannt, allerdings mit dem Vermerk »Pseudonyn«, wobei manche angesichts
      der Perfektion von allem anderen glauben, das Wort sei aus einem »geheimen Grund« bewusst falsch
      geschrieben. Dasselbe wird auch bei einigen wenigen Interpunktionsfehlern auf der Erklärungstafel vermutet
      und die Frage aufgeworfen, ob es sich dabei möglicherweise um einen Code handelt, der nur
      »Eingeweihten« die wirkliche Bedeutung der Inschriften und des gesamten Monumentes erschließen soll.
      Der Ursprung der Marksteine ist und bleibt mysteriös. Niemand kennt die wahre Identität der »vernünftigen
      Amerikaner«, welche die Errichtung finanziert haben. Sicher ist lediglich, dass im Juni 1979 ein gut
      gekleideter und gebildeter Fremder im Büro der »Elberton Granite Finishing Company« erschien und
      erklärte, Vertreter einer Gruppe von Personen zu sein, die einen Weg zum wahren Menschsein weisen
      wollen. Zu diesem Zweck würde er ein Monument in Auftrag geben, welches eine Botschaft für die
      Menschheit enthält. Bis heute kennt niemand den richtigen Namen von R. C. Christian, ebenso wenig wie
      die Identität der Personen, die er zu repräsentieren vorgab.
      Es wäre einfach, das amerikanische Stonehenge als Machwerk einer Gruppe größenwahnsinniger
      Exzentriker abzutun, wenn die gegenwärtigen Entwicklungen in Gesellschaft und Politik nicht verdeutlichen
      würden, dass es den Autoren der »Marksteine« mit ihren Appellen an eine möglicherweise doch noch
      vorhandene menschliche Vernunft bitter ernst sein könnte.
      Auch ein Besorgter dürfte Jahre später der Wirtschaftsprofessor Mohammad Yunus sein, der für sein
      ausgezeichnetes Kleinkreditsystem der von ihm gegründeten »Grameen Bank« 2006 den
      Friedensnobelpreis erhielt. Er soll an die Kreditvergabe die Bedingung zur Familienplanung geknüpft haben,
      was in seinen zahlreichen öffentlichen Würdigungen nicht herausgestellt wurde. Zu befürchten ist allerdings,
      dass der Fortpflanzungstrieb des Homo sapiens größer sein dürfte als jede Vernunft. Es gibt hierzu eine
      halblustige Anekdote aus der Zeit der amerikanischen Wirtschaftsdepression zwischen den beiden
      Weltkriegen, die gelegentlich zitiert wird:
      Ein sehr armer Farmer, der seine Frau und die zehn Kinder fast nicht mehr ernähren kann, klagt dem
      gelegentlich vorbeischauenden Doktor sein Leid. Der Arzt weiß Rat: »Du darfst keine weiteren Kinder mehr
      bekommen, Bill«, sagt er. »Schon wahr«, seufzt der Mann, »aber wie soll ich das machen?« Der Doktor weiß
      auch hier praktischen Rat: »Du musst dich im entscheidenden Moment beherrschen und abbrechen, ist das
      klar?« — »Schon«, räsoniert der Farmer, »aber das ist halt so schwer. Können Sie mir nicht sagen, wie ich
      das machen kann?« Der Doktor nimmt die Schulter des Gequälten. »Pass auf! Wenn der entscheidende
      Moment kommt, dann musst du dir selbst ganz fest, ganz konzentriert sagen Ich kann kein elftes Kind mehr
      ernähren, und dann schaffst du es!« Der Mann ist begeistert. »Danke, Doc. Das mache ich. Sie können sich
      auf mich verlassen.« Zehn Monate später wird der kleine Charly geboren. Der Arzt ist außer sich. »Du
      verantwortungsloser Tölpel«, schreit er den deprimierten Bill an. »Habe ich dir nicht gesagt, was du tun
      musst, damit du dich überwinden kannst? Du hast nicht fest genug daran gedacht, dass du kein elftes Kind
      durchbringen kannst, du Versager!« »Doch, Doc«, erwidert der Beschimpfte. »Ich habe fest daran gedacht.
      Aber in dem Moment, auf den es ankommt, war mir klar: Ich kann auch 100 Kinder ernähren.« So und nicht
      anders ist der Mensch.
      Damit stellt sich die generelle Frage, ob elitäre, jeder demokratischen Kontrolle entzogene einflussreiche
      Gruppen, denen das bewusst ist, sich möglicherweise nicht mit Appellen und Warnungen begnügen,
      sondern bereits vor längerer Zeit zur Tat geschritten sind und begonnen haben, Maßnahmen für das
      Überleben einer Restmenschheit nach dem großen Krach zu treffen.

  2. Auch in Europa waren vor hundert Jahren die Familien noch grösser – 5 bis 12 Kindern pro Familie war keine Ausnahme. Warum? Es gab keine Altersversicherung, keine soziale staatliche Hilfe im Notfall, nichts dergleichen. Kinder galten meist als Altersversicherung und billige Arbeitskräfte. Wurden sie nicht mehr tragbar für die Familie, hat man sie als Verding-Kinder in andere Regionen für Geld sozusagen verkauft. Die Kirche tat ihr Übriges dazu, Kinder sind ein Geschenk Gottes, Verhütung – welcher Art auch immer – war eine schwere Sünde. Hinzu kam mangelnde Ausbildung, die ein erträgliches Fortkommen der jungen Menschen meist verunmöglichte. Und als der Boden für die Bevölkerungen zu knapp wurde, wanderten nicht Wenige aus ins verheissungsvolle Amerika. Man muss nur in unserer jüngsten Geschichte nachschauen, warum und wie sich diese Armuts-Zustände der Bevölkerungen in Europa geändert haben, dann käme man schnell darauf, was die beste Hilfe für afrikanische Länder wäre, natürlich mit kulturellen Eigenentwicklungen.
    Stattdessen gingen unsere Polit- und Wirtschafts-Mächtigen in diese Länder, um sich möglichst billig Rohstoffe unter den Nagel zu reissen und um schnell reich und mächtig zu werden. Man zahlte eine kleine korrupte Schicht in den afrikanischen Ländern mit beträchtlichen Summen und machte sich diese diktatorischen Herrscher so gefügig. Gleichzeitig wurden die sozialen historischen Strukturen der Landbevölkerungen in Afrika allmählich zerstört. Viele Frauen blieben allein mit ihren Kindern zurück, während ihre Männer in den Städten ein besseres Auskommen suchten und dort im sozialen Sumpf gänzlich verelendeten.
    All die Gelder des Westens für Entwicklungshilfe fruchteten wenig, das Meiste verschwand in irgendwelchen dunklen Kanälen, zudem war die Entwicklungshilfe nicht wirklich auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, sondern eher eine Alibi-Übung als humanitäres Feigenblatt für die Westpolitik. Man wollte gar nicht, dass Afrika stark wird, man wollte es ausbeuten. Da hat sich bis heute nicht viel geändert. Erst jetzt kommt ein Kopf-Kratzen im Westen zutage, wo man merkt, dass diese afrikanischen Menschen ein Überleben im Westen suchen – ein von den Westmächten instrumentalisiertes Wunschdenken, das die westlichen Bevölkerungen abschwächen soll, so dass Westeuropa leichte Beute für die USrael-Oberclique wird.

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