Tausende bereits mitten unter uns

Wenn der deutsche Innenminister erklärt, es gebe in Deutschland keine Erkenntnisse darüber, ob und in welchem Ausmaß IS-Terroristen im Strom der Flüchtlinge hier zu Lande eingesickert seien, ist dies angesichts einer Äußerung des österreichischen Ex-Geheimdienstchefs Dr. Gert Polli (bis 2008 Direktor des österreichischen Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT)) wieder eine jener Lügen, mit der die deutsche Öffentlichkeit ruhig gehalten werden soll.

EpochTimes berichtet:
Der österreichische Ex-Geheimdienstchefs weiß aus Äußerungen von IS-Kämpfern, daß „bereits mehrere tausend IS-Kämpfer“ nach Europa gelangt seien. Als Sicherheitsexperte sei ihm bewußt, daß Nachrichtendienste in Europa solche Ankündigungen sehr ernst nehmen.

(Anmerkung: Das nehmen hoffentlich auch die deutschen Dienste sehr ernst).

Im Interview sagt Polli: „Unsere Sicherheitsbehörden und Nachrichtendienste legen derzeit ihren Schwerpunkt darauf, zu verhindern,“ daß tausende weitere IS-Kämpfer ins Land strömen. Offizielle Schätzungen gibt es nicht, da keine glaubhaften Beweise vorliegen.

Polli führt seine Analyse weiter aus: „Der „worst case“, demzufolge weitere tausende Kämpfer ins Land strömten, wird von allen Nachrichtendiensten in Europa als wahrscheinlich eingeschätzt.“

Die Gotteskrieger des IS-Staates werden von ihrem Oberhaupt dazu aufgerufen, Bomben zu nehmen, Ungläubige in die Luft zu sprengen oder sie mit dem Messer abzustechen. Der CIA schätzt, daß 31.000 Menschen im IS-Staat unter Waffen stehen. Die kurdische Peschmerga geht sogar von 200.000 aus.

Die Menschen in den Sicherheitsbehörden haben so eine Situation nie zuvor erlebt. „Wir haben es mit einem sicherheitspolitischen Blindflug bisher unbekannten Ausmaßes zu tun“, gibt Polli zu bedenken. Die Behörden sind überfordert: es fehlt an Beamten, die mögliche IS-Kämpfer identifizieren können. Es fühlt sich geradezu so an, als habe sich die Gesellschaft wieder in die Zeit der Kreuzritter begeben.

Die deutschen und österreichischen Bürger werden sich das auf Dauer nicht gefallen lassen. Polli geht von einer Radikalisierung nach „der ersten Welle der Hilfsbereitschaft“ aus. Er denkt, daß die Politik zu spät reagiert hat.

Sie hat die Entwicklung verschlafen. Die Politik hat sich von den Bedürfnissen der Bevölkerung und vom Thema Sicherheit schon seit langem verabschiedet.“

Der hochrangige Sicherheitsexperte sieht die Ursachen für den Flüchtlingsstrom und das damit einhergehende Sicherheitsproblem viel früher:

„Hier muß man bis zum Arabischen Frühling zurückgehen. Dieser wurde von der westlichen Politik und zum Teil auch von den westlichen Nachrichtendiensten falsch eingeschätzt. Die Vorwarnzeit wurde fahrlässig verschlafen.“

Polli warnt gleichzeitig vor einer „Radikalisierung der Flüchtlinge“, sobald sie von der Situation hier enttäuscht sind oder in den Flüchtlingslagern von IS-Kämpfern angeworben würden.

Zudem würde die „Konkurrenz zwischen Flüchtlingen und heimischen Arbeitskräften“ gerade im unteren Lohnsegment steigen und Unruhe folgen. Die Flüchtlinge werden „erhebliche Sozialleistungen in Anspruch nehmen bei gleichzeitig steigender Arbeitslosigkeit“.

Ein weiterer Aspekt ist, daß „die Taliban nach der Übernahme von Städten als eine ihrer ersten Aktionen die Gefängnisse öffneten“, fährt Polli fort. „Niemand weiß, wo sich diese Kriminellen derzeit aufhalten.“

Eine weitere Gefahr sieht Polli auch auf diesem Sektor:

„Wenn wir uns den Bildungsstandard und das Bildungsniveau der Flüchtlinge anschauen, sehen wir Probleme auf Europa zukommen, die den Kontinent auf Jahrzehnte und womöglich bis in die zweite Generation dieser ankommenden Flüchtlinge verfolgen werden.“

„Ich gehe davon aus, dass 80 bis 90 Prozent der jetzt ankommenden und der noch zu erwartenden Flüchtlinge nicht ohne weiteres in den Arbeitsprozeß zu integrieren sind.“

Polli rechnet „mit einem politischen Rechtsruck, wenn die ersten sozialen Spannungen öffentlich werden und sich die Sicherheitslage verschlechtert“.

Salafistische Gruppierungen wurden in Österreich, Deutschland, Frankreich oder Schweden aufgebaut, bevor der Flüchtlingsstrom eintraf. Genauso wie Rückkehrer aus dem syrischen und irakischen Bürgerkrieg beobachten die Sicherheitsbehörden sie schon seit langem.

Nun ist laut Polli zu befürchten, daß die hiesigen Fundamentalisten „unter dem Deckmantel der Humanität“ ankommende Migranten rekrutieren und eben auch radikalisieren.

Außerdem würden neben den Menschen auch Konflikte zwischen Religionen oder ideologisch verfeindeten Gruppen wie etwa Assad-Anhängern und Assad-Gegnern importiert. „Oft waren es genau jene Konflikte, welche zur Flucht führten“, sagt Polli. „Es soll jedoch nicht der Eindruck entstehen, daß die Masse der Flüchtlinge aus Radikalen, Kriminellen und Terroristen besteht.“ (kf)

(Quelle: EpochTimes)

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