Ratlos, getrieben, am Ende

Dieser Tage demütigte Merkel ihren Innenminister (dem und dessen Loyalität sie zu erheblichen Teilen ihren Aufstieg zu danken hat und mit dessen Familie sie schon seit DDR Zeiten verbunden ist). Merkel hat ihrem Amtschef Peter Altmaier (beide CDU) zum Gesamtkoordinator zur Bewältigung des Flüchtlingsandrangs gemacht. Denkbar, daß sie nun, da Uschis Doktortitel stinkt, de Maizière sauber halten muß für eine eventuelle Nachfolge und zugleich das häßliche “Flüchtlings”-Problem dem Dicken von der Saar anhängen will.

Parallel zündelt Seehofer am „Unionsgedanken“ seiner CSU mit der Merkel-CDU und droht mit einer Klage gegen deren Politik.

Koalitionspartner SPD-Gabriel stänkert gegen Seehofer und gegen die Kanzlerin. Merkel zerkaut wieder einmal ihre Fingernägel.

Wer sagt dem Kanzleramt nun endlich wie es weitergehen soll?

Die „stärkste“ Führungsfrau der Welt scheint nicht zu wissen, wie sie ihr schwankendes „Machtrettungs-Schiff-Flüchtlingspolitik“ auf Kurs halten könnte. Durchhalteparolen wie die der Merkel haben die Deutschen in der Vergangenheit viele gehört:

„Wir werden diese historische Bewährungsprobe meistern“.
„Ich erwarte vom Europäischen Rat, daß alle ihren Beitrag dazu leisten“.
„Wir schaffen das“.
A. Merkel, 2015

„Wir werden auch diese Not überstehen“.
„Ich erwarte von jedem Deutschen, daß er seine Pflicht bis zum Äußersten erfüllt“.
„Wie schwer auch die Krise im Augenblick sein mag, sie wird […] am Ende trotzdem gemeistert werden“.
A. Hitler, 1945

Die Vorgaben aus der US-Botschaft lassen offenbar auf sich warten. Wegen der dortigen eigenen Ratlosigkeit nach Putins Erfolgen in Syrien wird Merkel wohl noch länger an den Nägeln kauen müssen.

Inzwischen wächst der Widerstand der Deutschen gleich gegen zwei ihrer Paradevorhaben: Bevölkerungsumschichtung und TTIP.

Was in Sachsen (Dresden, Leipzig, Chemnitz) los ist und die 250.000 TTIP-Gegner vom Berliner Wochenende dürfte ihre Nägel noch mehr strapazieren.

Quelle: blick.ch

Quelle: blick.ch

Was man gemeinhin als Merkels Strategie des Abwartens empfunden hat, war vermutlich stets das Warten auf die nächste Direktive aus dem Hochsicherheitskomplex am Pariser Platz 2. Solange knabbert sie offensichtlich an ihren Fingernägeln.

Kein Wunder: Wenn die Kanzlerin ihre Daseinsberechtigung nicht aus der Lösung bestehender Probleme rechtfertigen kann, müssen neue Probleme her. Das ist ihr Geschäftsmodell. Nägelknabbern gehört dazu.

Wenn es nun so ist, daß man in der US-Botschaft jetzt selbst warten muß, bis Washington seine weitere Strategie für den deutschen Rumpfstaat überarbeitet hat, werden bald keine Nägel mehr an ihren Fingern sein.

Steht ein ISIS-Terror, nachdem Al-Baghdadi von einer russischen Drohne ausgeschaltet wurde, noch auf der Agenda, oder müßte der Terrorzeitpunkt jetzt sogar vorgezogen werden? Welche wichtigen Persönlichkeiten in Berlin muß man dafür zuvor in Sicherheit bringen? Gibt es neben der wachsenden Kriminalität demnächst sogar Terror? Werden Hunderttausende Unternehmer ihre Geschäfte einfach vernichten lassen? Undenkbar.

Vergessen wir angesichts der bedrohlichen Lage nicht die “Wirtschaftsleute”. Dabei allerdings ist eines im Auge zu behalten: Solche Leute richten zumeist nicht ihr Unternehmen nach der politischen Einstellung aus, sondern ihre politische Loyalitäten nach wirtschaftlichen Interessen und Notwendigkeiten. Auf diese Gruppe soll das weitere Augenmerk gerichtet sein, denn vor allem ist die Gruppe wirklich interessant und maßgebend, was die momentane Situation angeht.

Daß es Lobbyismus gibt, daß die Wirtschaft versucht, die Politik zu beeinflussen, liegt (jedenfalls meistens) nicht an schierer Bösartigkeit und Gier sondern einfach in der Natur der Sache. Unternehmer haben immer auch soziale und politische Aspekte und Unternehmer wollen natürlich für ihr Wirken günstige Umstände. Wohlgmerkt, das gilt im allgemeinen; internationale Großkonzerne dagegen haben weitgehend alle sozialen Aspekte durch blanke Gier ersetzt.

Was haben diese Leute nach dem Krieg erlebt? Zunächst mal das Wirtschaftswunder. Zunehmend aber auch, daß der neue Herr im Land ziemlich gnadenlos die Interessen seiner eigenen US-amerikanischen Unternehmer durchdrückt. Das ist unschön, aber sowas kann ein Unternehmer nachvollziehen und sich damit arrangieren. Aber es ist dennoch relevant, persönlich die Augen zu öffnen, vor allem aber auch politisch, denn ein Unternehmer erkennt sehr deutlich, wie weit die (nach außen übertünchte und kaum wahrgenommene) wirtschaftliche Unterwerfung und Ausbeutung des eigenen Landes geht und wie protektionistisch und brutal die Siegermächte vorgehen. Arrangieren konnten – und mußten – sich deutsche Unternehmer vor 1945 und ebenso danach. Sie haben dabei viel gelernt. Was sie daraus gelernt haben, ist eine durchaus bedeutsame Frage.

Spätestens vor etwa zehn Jahren dürfte bei vielen ein relativ jähes Umdenken und entsprechendes Handeln eingesetzt haben. Zu der Zeit konnte jeder wache Unternehmer erkennen, wie sich die Finanzkrise zuspitzte, und jeder der in ökonomischen Kategorien denkt, mußte wissen, daß die westliche Welt auf ein Schuldendebakel zusteuerte. Auch haben Unternehmer zwar vom Euro profitiert, aber mit Sicherheit auch erkannt, daß dieses Euro-Geld eine Totgeburt ist. Und da Unternehmer in der Regel auch politisch nicht völlig hinter dem Mond leben, war sehr vielen von ihnen bald klar, wer die Finanzkrise und die Eurokrise eingebrockt hat.

Dennoch: Unternehmer sind in der Regel Opportunisten und heulen mit den Wölfen, wenn es dem Geschäft dient. Als Opportunisten haben sie natürlich auch verfolgt, wie ihnen durch die US-Sanktionspolitik gegenüber Rußland große Gewinnmarchen wegbrachen.

Plötzlich aber wird sichtbar, welche Wende sich in Putins Rußland vollzogen hat und weiter vollzieht. Während Obama die Kriegspolitik der letzten Jahrzehnte jetzt geißelt, demonstriert Putin ungeniert die Stärke Rußlands just zu dem Zeitpunkt, an dem die USA nicht nur ihr außenpolitisches Scheitern eingestehen müssen.

Mit dem wiedererstarkenden Rußland sehen viele deutsche Unternehmer Werte, die auch ihnen wichtig sind, bei einem starken potentiellen Partner, der zudem die Voraussetzungen bietet, eines Tages erfolgreich gegen das anglozionistische Monster anzutreten. Ja, natürlich war man früher erbittert verfeindet, aber das ist lange, lange her und beide Länder waren damals ganz andere Länder. Daß sich in Rußland auch immense Möglichkeiten bieten, Geld zu verdienen, schadete natürlich auch nicht.

Leider hat die Merkel-Regierung (mit Sicherheit auf Weisung von dritter Stelle) das zuvor von Gerhard Schröder eingefädelte gute Verhältnis zu Rußland zerstört – doch nicht total. Glücklicherweise denkt Putin ebenso pragmatisch wie die meisten Unternehmer. In der Politik wie bei Geschäften darf es nicht um Gefühl gehen.

Merkels gespielter Pragmatismus dagegen ist höchst einmalig, kaum zu durchschauen. Das liegt aber weniger an ihr, vielmehr an ihrer Fremdbestimmtheit. Sie gleicht einem charakterlosen Robot, der allein auf fremde Befehle agiert. Ein Unternehmer könnte bei solchem Verhalten seinen Betrieb gleich dem fremden Steuermann überschreiben. Merkel scheint dieses Ende zu ahnen.

Ihre gekauften Redakteure bei Presse und Fernsehen haben die einzige Aufgabe, auf Teufel komm raus, ihr System solange wie möglich zu stützen. (Video dazu).

Die riesige Lücke, die vom System Merkel zwischen der Realität einerseits und dem was in der Presse verkündet wird, klafft, dürfte ein wichtiges Moment dafür sein, weshalb sich Unternehmer innerlich vom System längst innerlich verabschiedet haben.

Womit wir wieder bei Deutschland und Rußland sind.

Ganz offensichtlich gibt es auch extrem pro-US-amerikanische Machtgruppen in Deutschland, insbesondere im Bereich Medien und ganz offensichtlich unterstützen (und treiben) diese Gruppen Merkel blindlings bei ihrer Sabotage für die USA.

Nun ist Deutschland ja nicht irgendein Land, sondern unter anderem der wirtschaftliche und finanzielle Motor Europas, wenngleich das auch pervertiert wurde zum Motor des künstlichen Konstrukts und Molochs EU.

Entstünde eine Achse Moskau-Berlin, dann hätten die Anglozionisten nicht nur Deutschland sondern gleich auch Europa verloren. Darüber wachen mit Argusaugen auch die Leute am Pariser Platz 2. Notfalls muß man eingreifen.

Ein Krieg gegen einen großen Konzern ist praktisch immer auch ein Angriff auf das Land und so versuchte man es zuerst, Merkel damit zu beauftragen, der Wirtschaft das “Primat der Politik” zu diktieren, wozu alle artig nickten oder zumindest schwiegen – aber dann, zumindest so einige, nach Rußland flogen, um dort weiter Werke zu bauen und Partnerschaften zu gründen oder auszubauen. Ein Affront, den Merkel bei ihren Auftraggebern nicht mehr lange ausbügeln kann.

Die Anglo-Zionisten meinten, ein Exempel statuieren zu müssen. Und verübten mit voller Wucht einen Angriff auf VW, sozusagen den Inbegriff deutscher Konzerne. Nun mag man von VW halten, was man will und zweifellos gibt es reichlich Gründe VW zu kritisieren, aber: Wenn ein fremdes Land einen Großkonzern angreift, dann hat sich eine Regierung entschieden vor das Unternehmen – und vor die riesige Zahl von Arbeitnehmern und deren Familien – zu stellen. Merkel tat das nicht. Stattdessen ließ sie weitere Kriminelle und Terroristen ins Land und befahl der Polizei wegzusehen und zu lügen. Die größten merkelkleinVerbrecher in diesem System der Massenmanipulation sind zweifellos die Journalisten.

Merkel starrt wohl noch immer gebannt auf ihr Telefon und wartet auf die Stimme, die ihr sagt, was als nächstes zu tun sei. Sollte der Anruf länger ausbleiben, wird sie wohl das Handtuch schmeißen.

Die deutschen Unternehmer werden nicht abwarten und zuschauen, wie die Frau das Land und seine Wirtschaft gegen die Wand fährt. Nach der Devise „Geschäft ist Geschäft“ werden sie sich mit der Macht verbünden, die ihnen die beste Geschäftsgrundlage verspricht. War es bislang der Dollar-Markt, so könnte es demnächst der Markt der neuen Rubel- und Yuan-Währungen sein.

Womit wir bei einem Punkt wären, den ich als Denkanstoß ans Ende setzen will: Wenn – nur mal angenommen – Rußland uns als Freund helfen würde, dann sicher nicht mit russischen Truppen. Während die USA in vielen Ländern in den vergangenen Jahren Krieg führten oder Krieg führen ließen (durch NGOs und andere), ist das von Rußland (ausgenommen Kämpfe in den Konfliktregionen nach dem Zerfall der Sowjetunion) nicht bekannt.

Rußland ist als reichstes Rohstoffland der Welt für ein Industrieland wie die Bundesrepublik ein unverzichtbarer Partner. Deutsche Unternehmer wissen das.

Die darin steckenden Möglichkeiten bedeuten nicht, daß die bevorstehende Terrorwelle an den Deutschen vorbeigehen kann. Nein, erst durch den Schrecken darüber wird die Mehrheit der Deutschen das gesamte bisherige Lügen-System mit all seinen Zutaten (Fiat-Geld, Politik, Wählerbestechungs-Sozialparadies, falsche Souveränität, verbogenes Asylrecht, Pseudofreiheit u.s.w.) über Bord werfen. Schmerz und Panik müssen so groß sein, damit das Volk eine Führung akzeptiert, die mit eisernem Besen für einen Neuanfang sorgt. Dazu braucht es eine loyale Elite, die ganz sicher jetzt bereits vorhanden ist, aber im gegenwärtigen Unrechts-System keine Chance hat, das Geringste zu bewegen. Zu dieser Elite werden auch verantwortungsbewußte Unternehmer zählen, damit hoffentlich dieses Land dann wirtschaftlich rasch wieder auf die Beine kommt.

Erst wenn Terror und Finanzkatastrophe ihrem Höhepunkt zustreben, werden diese wichtigen neuen Führungsleute sich untereinander zu einer entscheidenden Kraft verbinden können und ihren Plan abstimmen. Das Volk wird in dieser Zeit extrem leiden. Finanzwirtschaft, Demokratie und die verlogene Freiheit sind dann völlig diskreditiert und das Volk ist bereit, eine neue Führung nach oben zu tragen. Nach allem, was man sich nur ausdenken kann, dürfte es eine Monarchie sein – die hoffentlich nicht von den bisherigen Oligarchen unterwandert wird.

Die Rolle Rußlands in diesem Szenario erschließt sich mir derzeit noch nicht.

Empholene Lektüre;

Der Patriarch in seiner Verantwortung
Würth, Reinhold
Einer der großen Unternehmer unserer Zeit
Wirtschaft wird zu oft nur als ein Ergebnis anonym gesteuerter Kapitalströme wahrgenommen. Nach wie vor aber prägen patriarchalisch agierende Gründer Konzerne, Marken und Arbeitsmärkte. In Deutschland ist kaum ein zweiter so bekannt wie Reinhold Würth, der im Frühjahr 2015 achtzig Jahre alt wird.

Spüren, was stimmt
Zulauf, Sylvia
Spüren, was stimmt, das ist die Kernkompetenz von Reinhold Würth, kombiniert mit einer ausgeprägten Vorstellungskraft und der Fähigkeit, andere Menschen für ehrgeizige Ziele zu motivieren.Die Grundlage dieses Porträts sind Interviews mit Mitarbeitern aus vier Generationen, mit seiner Frau Carmen, seiner Tochter Bettina und Reinhold Würth selbst. Ihre Perspektiven, Geschichten und Anekdoten geben humorvoll und unterhaltsam Einblick in die facettenreiche Persönlichkeit des Pioniers. Sie erzählen von seinem rastlosen Lebensweg und der rasanten Entwicklung eines baden-württembergischen Familienunternehmens der deutschen Nachkriegszeit.

Robert Bosch
Heuss, Theodor
Robert Bosch (1861 – 1942) gründete 1886 in Stuttgart das Unternehmen, das seinen Namen trägt und heute weltweit tätig ist. Der spätere erste Bundespräsident Theodor Heuss, der Robert Boschs Weg vom Inhaber einer kleinen Werkstatt zum bedeutenden Industriellen mit politischem und sozialem Weitblick beschrieben hat, charakterisiert ihn als „Vorbild und als Möglichkeit des deutschen Seins“. Der Unternehmer hat auch als Stifter Hervorragendes geleistet. Die Robert Bosch Stiftung, die 1964 ihre gemeinnützige Arbeit aufnahm, war gleichsam die Krönung dieses außergewöhnlichen Lebenswerks. Der sechste Bundespräsident Richard von Weizsäcker hat über ihn gesagt: „Robert Bosch gehört zum Allerbesten, was das Schwabenland hervorgebracht hat“.

Eigentumsverfassung und Finanzkrise
Die weltweite Finanzkrise ist Anlass, an Funktion und Wirkweise des privaten Eigentums in einer freiheitlichen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung zu erinnern. Privates Eigentum muss es geben, damit Verantwortung zugerechnet und Haftung realisiert, Gewinn und Verlust einem konkreten Verantwortungsträger persönlich zugerechnet werden können. Die Verletzung dieser konstitutiven Regeln einer auf privatem Eigentum basierenden Wirtschaftsordnung ist wesentlich ursächlich für das eingetretene Desaster auf den Finanzmärkten. Wie alle kulturellen Errungenschaften muss auch die Idee des privaten Eigentums, insbesondere die ihr immanente Bereitschaft zur Übernahme persönlicher Verantwortung des Eigentümers, jeder Generation erneut wieder in Erinnerung gerufen, überzeugend um sie geworben und vor allem vorbildhaft von den Akteuren in Politik und Wirtschaft vorgelebt werden. Nur so kann strukturelles Vertrauen in das Finanzsystem wieder gewonnen werden. Denn in ihrer vertrauensbildenden Kraft liegt die ordnungspolitische Funktion der Gewährleistung privaten Eigentums.

Alternativen
Zunächst scheint es wenig Berührungspunkte zu geben zwischen der Vita des ermordeten Außenministers Walther Rathenau, des kaiserlichen Generals Paul Freiherr von Schoenaich, des katholischen Geistlichen Max Josef Metzger, des Luftfahrtpioniers Hugo Junkers, der Frauenrechtskämpferin Helene Stöcker, des Karrierediplomaten Friedrich Werner Graf von der Schulenburg und des Friedensnobelpreisträgers Ludwig Quidde. So verschiedenartig ihre Lebensumstände, so unterschiedlich sind ihre Motivationen und Bestrebungen – sie sind Zeitgenossen, doch keine Weggefährten, dennoch haben sie Gemeinsamkeiten: engagiertes Wirken für den Frieden, Verteidigung ihres bürgerlichen Demokratieverständnisses gegen Angriffe der Reaktion sowie die Bereitschaft, die Sowjetunion real zu bewerten. In sehr differenzierter Weise werden diese sieben Persönlichkeiten auch in ihren Grenzen betrachtet – ein Buch, das den Blick auf bislang kaum Erschlossenes richtet und unser Geschichtsbild um wesentliche Aspekte bereichert.

Stadt, Konfession und Nation
Heinemann, Andreas
Anders als im alltäglichen Wortgebrauch angenommen, ist Nation keine fest definierte Größe, sondern eine durchaus variable Vorstellung einer sozialen Großgruppe. Die Vorstellungen, die sich die Deutschen zur Zeit der Reichsgründung (1848/1878) von der Nation machten, konnten entsprechend unterschiedlich ausfallen, je nachdem, in welchen Teilstaaten und Regionen sie wohnten und welcher Konfession sie angehörten. Um die verschiedenen Nationsvorstellungen in dieser für den deutschen Nationalismus formativen Epoche zu untersuchen, betrachtet der Historiker Andreas Heinemann die Nationsvorstellungen von Bürgern in vier Städten dem katholischen und beutepreußischen Münster, dem protestantischen und preußischen Magdeburg, dem protestantischen und hannoverschen Göttingen und dem katholischen und badischen Freiburg: Wie dachten sich Bürger verschiedener Milieus in den Städten die Nation, von welchen Faktoren waren diese Nationsvorstellungen geprägt und wie verbanden sie sich mit regionalen und konfessionellen Identitäten? Anhand dieser Fragen wird das Verhältnis von Konfession und Nation auf die lokale Ebene heruntergebrochen und der Prozess der Nationsbildung in Deutschland aus dem Mikrokosmos der Stadt heraus analysiert.

Bitte teilen! 🙂
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Kommentare

Ratlos, getrieben, am Ende — 1 Kommentar

  1. Pingback: Ratlos, getrieben, am Ende | Krisenfrei

Kommentar verfassen