Heute die Griechen, morgen wir

Wohin uns fanatische, irregeleitete, verbissene Politiker führen, können wir in Griechenland beobachten.  Die jüngste Umfrage der griechischen Wirtschaftsforschung IME-GSEVEE spiegelt, was uns erwartet.

In Griechenland droht 63.000 Unternehmen die Schließung; das bedeutet den Verlust von bis zu 138000 Arbeitssplätzen. Bereits jetzt liegt die Arbeitslosigkeit bei rund 27% und die Jugendarbeitslosigkeit bei über 50%.

Der heutige Artikel des griechenland-blog zeigt einmal mehr die Aussichtslosigkeit aller sogenannter Rettungsmaßnahmen, von denen keine auch nur im Ansatz der griechischen Wirtschaft geholfen hat, sondern einzig und allein den Banken und dem Hinauszögern des Offenbarungseides der fanatischen Euro-Verschwörer. Die Entwicklung bei den Helenen wird den Deutschen nicht erspart bleiben.

Die Prognosen über den Verlauf des Marktes in den kommenden Monaten sind außerordentlich unheilverkündend. Gemäß der letzten Untersuchung des „Instituts für Kleinunternehmen des Dachverbands der Gewerbetreibenden, Handwerker und Kaufleute Griechenlands“ (IME-GSEVEE) laufen im zweiten Halbjahr dieses Jahres 63.000 – hauptsächlich Klein- und mittelständische – Unternehmen in Gefahr, die „Rollläden herunterzulassen“ und ungefähr 138.000 Arbeitnehmer auf die Straße zu setzen, während auf die Einkünfte im privaten Sektor neue Kürzungen warten.

Wie das Institut ausführt, verschlechterte die mit der Verhängung von Kapitalkontrollen ihren Gipfel erreichende letzte Krise die wirklichen Zustand; eine Umkehr des negativen Klimas wurde nicht erreicht. Im Gegenteil: die Anzeichen einer Abschwächung des rezessiven Kurses, die sich im zweiten Halbjahr 2014 ankündigten, haben sich während des ersten Halbjahrs 2015 signifikant zum Nachteil verkehrt.

Austerität stranguliert unternehmerische Aktivitäten

Obwohl die am Ende der Verhandlung Griechenlands mit seinen Gläubigern gewählte Lösung den unkontrollierten Bankrott abwendete, weitete sie – wie die GSEVEE unterstreicht – die Sackgassen für die kleinen Unternehmen aus, die außer der Überschuldung und dem senkrechten Rückgang der Inlandsnachfrage sowie ein außerordentlich feindliches Umfeld von Regelungen, die den Wettbewerb beeinträchtigen und zu einer weiteren Oligopolisierung des Marktes führen.

Das IME-GESEVEE erwartet, daß wegen der Umsetzung des neuen kurzfristig ausgerichteten Austeritäts-Programms im kommenden Halbjahr erneut ein signifikanter Rückgang der unternehmerischen Aktivität eintreten wird. Es ist kein Zufall, daß die Bilanz negativer und positiver unternehmerischer Erwartungen für das zweite Halbjahr 2015 auf die Niveaus der Periode 2011 – 2012 hochschnellte, während bei allen Teilindizes wirtschaftlicher Erwartungen ein überwältigender Pessimismus und negative Ergebnisse für mehr als sieben von zehn Unternehmen verzeichnet werden.

Zunahme der Schattenwirtschaft

Nach einer Untersuchung, die in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Marc in dem Zeitraum 21. – 27. Juli 2015 an einem Muster von 1.005 Unternehmen durchgeführt wurde, halten 46,3% der Unternehmen die Gefahr der Schließung für sehr (gegenüber 32,9% bei der entsprechenden Erhebung im Februar 2015), während 27,3% der kleinen Unternehmen einer direkten Gefahr begegnen, im kommenden Halbjahr zu schließen. Es ist damit zu rechnen, daß ein Teil der Unternehmen seine Aktivitäten in die Schattenwirtschaft verlagert und eine anderer Teil ins Ausland abwandert. Was das für den Arbeitsmarkt bedeutet ist beunruhigend.

Gemäß dem Basis-Szenarium des IME-GSEVEE implizieren die wahrscheinlichen Schließungen der im „roten Bereich“ befindlichen Unternehmen die Gefahr des Verlustes von insgesamt 138.000 Beschäftigungsplätzen (Arbeitgeber, Selbständige, Arbeitnehmer).

Zahlungsunfähigkeit

Zusätzlich erklären 41,1% der Unternehmen, daß es sehr wahrscheinlich ist, im kommenden Halbjahr Löhne oder Arbeitszeiten zu senken, wobei angesichts einer fehlenden Aussicht auf einen Anstieg der Nachfrage und der Investitionen diese Praxis weiterhin eine Notlösung für die Unternehmen darstellen wird.

Auf der Ebene der steuerlichen Verpflichtungen bleibt – trotz der von den Unternehmen im ersten Halbjahr 2015 in Anspruch genommenen günstigen „100-Raten-Regelungen für Steuer- und Versicherungsschulden“ – die Tatsache, daß 37,9% die Zahlungsunfähigkeit erklären mußten. Ein großer Teil (35,6%) der ausstehenden Schulden bezieht sich auf die Versicherungsbeiträge an den Hauptversicherungsträger der Selbständigen (OAEE).

Markt hat an den Kapitalkontrollen schwer zu tragen

43% der Unternehmen vermögen nicht, fristgerecht die Löhne zu zahlen, obwohl eins von vier Unternehmen die Bezüge der Beschäftigten gekürzt hat.

Außerordentlich schwer ist die „Rechnung“, die der Markt aus der Verhängung der Kapitalverkehrskontrollen bezahlt. Im Erhebungszeitraum brachen die Umsätze der Unternehmen um rund 48% und der Konsum um 50% bzw. 3,8 Mrd. Euro ein.

Drei von vier Unternehmen stellen in diesem Halbjahr einen Rückgang der Nachfrage (75,4%) und der Bestellungen (77,1%) und eine Verschlechterung der Liquidität (81,7%) fest.

Der Desinvestitions-Index bleibt auf seinem hohen Niveau, da 49,8% der Unternehmen eine Senkung der Investitionen im vergangenen Halbjahr erklärten, während nur 4,9% die Investitionen steigerten. Diese Situation stellt einen Vorboten einer Fortsetzung des Abgleitens der griechischen Wirtschaft in einen neuen Teufelskreis aus Rezession – Desinvestition – Unterbeschäftigung dar. Die Anzahl der Unternehmen, die im kommenden Halbjahr wegen der Erhöhung der Steuern (von 5,7% auf 12,6%) die Preise anheben müssen, hat sich verdoppelt.

Die griechische Misere ist das Vorspiel der europäischen Misere. Es ist das Ergebnis der 70-jährigen Fiat-Geld-Phase und irrwitziger Überschuldung – für die Deutschen bedeutet die laufenden Flutung mit g ewaltbereiten Armutsflüchtlingen die Krönung des zu erwartenden Desasters. Die Fata Morgana derWas derzeit noch „heilen Welt“ wird mit dem bevorstehenden Platzen der Anleihenblase zerstieben. Wir haben verlernt, mit welch schöpferischer Fantasie es sich in der Not noch durchaus recht gut leben lässt.Sobald der Mangel quält, werden Kräfte in uns wach, die nur verschüttet waren. Schattenwirtschaft heißt Tauschhandel. Bei den Kindern heißt es Murmel gegen Kaugummi . Daß man diese Tauschpraxis auch bartern nennt, wußten wir damals freilich nicht. Später begriffen wir, daß man auch für Geld Murmeln und vieles andere kaufen kann. Machen wir es wie die Kleinen: wir werden Kaffee, Zucker, Zigaretten, Schnaps, Mehl, Bienenhonig als Zahlmittel benötigen. Zusätzlich werden reichlich handwerkliche Fertigkeiten gefragt sein – Dienstleistungen, für die sich Dinge des täglichen Bedarfs eintauschen lassen. Bartern ist die älteste Form des Handels. Nehmen wir unser Schicksal in die Hand.

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Kommentare

Heute die Griechen, morgen wir — 1 Kommentar

  1. Leute, wacht emdlich auf. Die Krise fiel micht vom Himmel. Sie wurde von Menschen gemacht, die genau wußten, was sie taten. Am Beispiel Griechenland wird doch überdeutlich : Die Kriese soll verstärkt werden, Europa destabilisiert.Die Flüchtlingswelle gehört dazu genauso wie Gleichschaltung der MSM, Zunahme der Militarisierung Europas, TTIP. TISA, CETA und Eurogenfor
    Das Ziel ist eine neue Weltordnung, d.h. eine Diktatur mit absoluter Überwachung, Zahlungen mit implantiertem Chip der über GPS zu orten ist, Abschaffung von Privateigentum und leben in Sklaverei. .Es ist bald zu spät.-

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