Deutsche im Wohltätigkeitstaumel

Nach dem Krieg galten alle Deutschen als „Nazi-Schweine“ – heute mutieren ihre Nachkommen zu Wohltätern – und kaum jemand merkt, daß man damit in einer weiteren Falle hinterlistigster Umerziehung steckt.
Die Begeisterung über sein augenblickliches Helfersyndrom könnte einen tiefen Grund haben. Denken wir 70 Jahre zurück. Nach dem von den Siegermächten auferlegten Fluch der “Nazi-Verbrechen” und durch Umerziehung verinnerlichte penetrante Schuldgefühle hat die Gesellschaft gegen die unerträglichen Last deutsche Selbstverachtung endlich ein Ventil gefunden und nimmt das Elend der Welt mit offenen Armen und weitem Herzen in ihre Mitte.

Von der WELT bis SÜDDEUTSCHE und SPIEGEL, im gesamten Blätterwald des Mainstream, inklusive aller Kotzkanäle wurde den Deutschen vergangene Woche bestätigt, was für eine tolle Kanzlerin sie haben. Parallel konnten die Deutschen das Ergebnis einer Umfrage in westlichen Staaten genießen: ihr Ruf sei nun endlich besser als noch vor wenigen Jahren. Sollten wir nun dankbar sein, wenn sich aus Amerika eine Welle der Begeisterung über die deutsche Flüchtlingspolitik ergießt? Wenn Präsident Obama seine

President Barack Obama talks on the phone with Alan Gross, who was en route to the United States from Cuba, in the Oval Office in this White House handout photoWertschätzung für die Führungsrolle der Kanzlerin im Umgang mit der Migrationskrise in Europa zum Ausdruck gebracht hat? Wenn der Präsident “in einem Telefongespräch am Mittwoch Merkels Führungsrolle beim Umgang mit der Krise gelobt hat…” oder wie es an anderer Stelle verlautet: “US-Präsident Barack Obama die Rolle von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der europäischen Flüchtlingskrise gewürdigt…” hat? Streicheleinheiten. Wofür? Warum?

Wer von Big Brother derart gebauchpinselt wird, den sollten alle Alarmglocken aufschrecken. Da sitzt ein Mann im Oval Office und lobhudelt durchs Telefon, daß sich die Deutschen vom Ansturm in der Mehrzahl junger, kräftiger, bunter Menschen überrennen lassen, während die eigene Police am Grenzzaun zu Mexico auf Flüchtlinge ballert. Quer durch die Medienwelt gibt es keinen Aufschrei ob dieser Doppelzüngigkeit.

Wie würden wohl die amerikanischen Wähler urteilen, wenn ihr Präsident an der mexikanischen Grenze mit leuchtenden Augen blutverschmierte Hände von Menschen schüttelte, die gerade den Stacheldraht überwunden haben, und er mit tränenerstickter Stimme riefe: “Welcome to Tijuana!”? Was würden US-Bürger empfinden, wenn ihre Spitzenpolitiker hunderte Flüchtlingslager einweihen, Geschenke verteilen, Hunderttausende durch “Obamacare” ärztlich versorgen lassen, Hotels, Sporthallen, Universitätseinrichtungen umwidmen, die Justiz zwingen, das Rechtssystem zu Gunsten der neuen Migranten zu ändern?
Der schwarze Präsident wird solches nicht wagen. Das amerikanische Volk wurde nicht wie das deutsche über 70 Jahre gedemütigt und braucht keine Überflutung mit fremder Kultur um wieder Selbstachtung zu lernen – und dieses Volk ist bewaffnet.

Die Deutschen sind es (zumeist) nicht. Beseelt üben sie den aufrechten Gang und werden viel zu spät erkennen, wie sie auf Strich und Faden vermerkelt und vergaukelt werden. Sie dürfen sich von etwas reinigen, das keiner von ihnen begangen hat. Mehr ist darüber nicht zu sagen.

Viel mehr sollte darüber aufgeklärt werden, wer das Flüchtlingsdrama denn verursacht, weiter anheizt und den großen Aufbruch aus Nahost und Afrika logistisch und finanziell unterstützt.

Der Journalist und Autor Jürgen Todenhöfer hat sich in einem offenen Brief an die Staats- und Regierungschefs der Welt gewandt. Todenhöfer zieht eine klare Verbindungslinie zwischen den Kriegen der letzten Jahrzehnte und den anwachsenden Flüchtlingsströmen. Auch Terrorismus habe als Folge der westlichen Kriegspolitik signifikant zugenommen. „Ihr seid totale Versager“, heißt es in dem Schreiben mit Blick auf die politisch Verantwortlichen im Westen. RT Deutsch dokumentiert den „Brief im Zorn“ im Wortlaut.

Sehr geehrte Präsidenten und Regierungschefs!

Ihr habt mit eurer jahrzehntelangen Kriegs-und Ausbeutungspolitik Millionen Menschen im Mittleren Osten und in Afrika ins Elend gestoßen. Wegen euch flüchten weltweit die Menschen. Jeder 3. Flüchtling in Deutschland stammt aus Syrien, Irak und Afghanistan. Aus Afrika kommt jeder 5. Flüchtling.
Eure Kriege sind auch Ursache des weltweiten Terrorismus. Statt ein paar 100 internationale Terroristen wie vor 15 Jahren haben wir jetzt über 100.000. Wie ein Bumerang schlägt eure zynische Rücksichtslosigkeit jetzt auf uns zurück.
Wie üblich denkt ihr nicht daran, eure Politik wirklich zu ändern. Ihr kuriert nur an den Symptomen herum. Die Sicherheitslage wird dadurch jeden Tag gefährlicher und chaotischer. Immer neue Kriege, Terrorwellen und Flüchtlingskatastrophen werden die Zukunft unseres Planeten bestimmen. Auch an Europas Türen wird der Krieg eines Tages wieder klopfen. Jeder Geschäftsmann, der so handeln würde, wäre längst gefeuert oder säße im Gefängnis. Ihr seid totale Versager.

Anmerkung: Herr Todenhöfer verwendet die falsche Vokabel. Nicht “Versager” sollte er sie nennen, sondern VERBRECHER.

Leseempfehlung:

Bekenntnisse eines Menschenhändlers
Musumeci, Giampaolo
Ärmliche, mit Flüchtlingen überladene Fischerboote, abgerissene Gestalten in Auffanglagern prägen unser Bild illegaler Immigration – daß die Not Zehntausender auch ein äußerst lukratives Geschäft ist, wird uns dagegen kaum bewußt. Tatsächlich steht hinter den Menschenströmen, die jedes Jahr nach Europa gelangen, ein riesiges Netzwerk von Schleppern und Schleusern, aber auch hochprofessionellen Geschäftsleuten, denn mit dem illegalen Grenzübertritt lassen sich Milliarden verdienen, kaum weniger als im Drogengeschäft. Die Autoren haben entlang der Hauptrouten illegaler Immigration recherchiert und lassen die neuen Menschenhändler selbst sprechen: Anwerber und Skipper, Vermieter illegaler Unterkünfte, Geldhändler. Hinter einem raffinierten, extrem flexiblen Netzwerk verbergen sich die Großen des Geschäfts: etwa der Kroate Josip Loncaric, der über Jahre 90 Prozent der chinesischen Immigration nach Europa kontrollierte, oder Muammer Küçük, der türkische Boss der illegalen Immigration im Mittelmeerraum. Über Augenzeugenberichte aus einer Schattenwelt, die niemand kennt, zeigt das Buch die größte kriminelle »Reiseagentur« der Welt bei der Arbeit.

Das Ende der Sicherheit
Franz Solms-Laubach
Warum die Polizei uns nicht mehr schützen kann Ein dramatischer Bericht rüttelt die Gesellschaft auf.
»Vor geraumer Zeit haben wir daheim zwei junge Einbrecher überrascht. Die per Notruf alarmierte Polizei brauchte wegen Personalknappheit 45 Minuten, bis meine Familie Hilfe bekam. Wie sicher fühlt man sich da, wenn man Steuern an den Staat entrichtet, damit dieser den Bürgern bei Gefahr im Verzug Sicherheit gewährleistet? Und dann kommt keiner. Unlängst wurde dann die Tochter einer Bekannten brutal vergewaltigt. Und die Polizei riet durch die Blume von einer Strafanzeige ab, fragte die Eltern, ob sie wirklich wollten, daß ihre Anschrift – einer stadtbekannten Großfamilie – bekannt werde. Mit allen möglichen Folgen. Sicherheit? Fehlanzeige! Daran mußte ich sofort denken, als ich den Buchtitel Das Ende der Sicherheit zum ersten Mal gesehen habe. Darauf aufmerksam gemacht hatte ein Schichtleiter eines großen Polizeireviers, welcher im Ruhrgebiet immer öfter Einsätze streichen muß, weil kein Geld für Benzin und die Wartung der Einsatzfahrzeuge mehr da ist. Die Bevölkerung soll das natürlich nicht erfahren. So war ich gespannt, ob da zur Abwechslung mal einer die Wahrheit über unsere Sicherheitslage – ohne Rücksichten auf politische Korrektheiten – aufgeschrieben hat.
Autor Franz Solms-Laubach ist Reporter der Bild-Zeitung für Polizeithemen und Sicherheit. Er beschreibt auf 254 Seiten, was viele Bürger schon lange ahnen: Die Polizei kann uns nicht mehr vor der Flut der Kriminellen schützen. Diebstahl, Einbrüche, Überfälle, Gewalt gegen ältere Menschen, Organisiertes Verbrechen, Internetkriminalität, Waffenhandel und immer jüngere Gewalttäter – woher kommt diese Welle, die jeden Pfeiler unserer früheren Sicherheitsstruktur umgerissen hat? Solms-Laubach wagt es, eine unbequeme Wahrheit auszusprechen und nennt Zahlen zu nichtdeutschen Tatverdächtigen.

Die schwarze Macht
Reuter, Christoph
Was den “Islamischen Staat” so gefährlich macht.
Nach seinem brutalen Eroberungszug im Jahr 2014 herrscht der “Islamische Staat” heute über mehr als fünf Millionen Menschen und eine Fläche von der Größe Großbritanniens. SPIEGEL-Korrespondent Christoph Reuter zeichnet den präzise geplanten Aufstieg der Dschihadisten nach und stößt zu den Wurzeln des Terrors vor – im zerfallenden Irak, im syrischen Bürgerkrieg und in den vielfältigen Konflikten der Region, die die Strategen des Terrors geschickt für ihre Zwecke zu nutzen wissen.
IS, der “Islamische Staat”, ist weit mehr als die gefährlichste Terrorgruppe der Welt. Er ist eine Macht, die ein zuvor ungekanntes Maß an Perfektion zeigt – in seinem Handeln, seiner strategischen Planung, seinem vollkommen skrupellosen Wechsel von Allianzen und seiner präzise eingesetzten Propaganda. Der Glaube wird von den Dschihadisten zwar demonstrativ zur Schau getragen, ist für die Strategen des IS jedoch nur eines unter vielen Mitteln, ihre Macht zu erweitern.
Christoph Reuter zeigt eindrucksvoll, wie der IS so große Gebiete in Syrien und im Irak erobern konnte und wer den Dschihadisten dabei in die Hände spielte. Sein Buch stützt sich auf bislang unbekannte Dokumente, vielfältige Kontakte und jahrelange Recherchen in der Region. Es bietet ungewohnte Einblicke in die Entstehung und Entwicklung des “Islamischen Staates” und macht vor allem eines deutlich: Wir sollten uns von der Propaganda des IS nicht täuschen lassen. Denn die Terrororganisation ist in vielem anders, als wir denken.

Am Fuße der Festung
Bühler, Johannes
Während Meldungen über Ertrunkene vor der Küste Italiens, überforderte Kommunen und Asylsuchende im Hungerstreik nahezu täglich in den Medien erscheinen und Staat und Gesellschaft vor große Probleme stellen, geraten die Einzelschicksale der Flüchtlinge dahinter oft in Vergessenheit. ‘Am Fuße der Festung’ lässt dieses Vergessen nicht zu. Johannes Bühler hat, fernab von Statistiken und politischen Talkshows, die Routen der Migranten bereist, sie begleitet und sich ihre Geschichten erzählen lassen. Er berichtet von Langeweile und Hoffnungslosigkeit der marokkanischen Jugendlichen, die sich allabendlich auf Frachtschiffen verstecken, um nach Europa zu kommen; von der Wut junger Menschen in Afrika auf Europa, das sie als Ausbeuter begreifen und trotzdem unbedingt erreichen wollen. In seinen eigenen Reflektionen verdeutlicht er die Absurdität, in der sein Schweizer Paß ihn mühelos Grenzen überqueren lässt, während andere jahrelang im Niemandsland der marokkanischen Wüste verschwinden oder vor den Toren Melillas auf eine Lücke im Grenzzaun warten. Die politische Reisereportage offenbart anhand der Geschichten der Reisenden die systematische Ausbeutung und Folter der Flüchtlinge durch Schlepperorganisationen in ihren eigenen Ländern, organisierten Frauenhandel und sexuelle Gewalt, die Abwehrpolitik der Europäischen Union mit einhergehenden Menschenrechtsverletzungen und zeichnet durch die für sich sprechenden Flüchtlingsgeschichten ein einprägsames, persönliches Bild der Migrationsproblematik Europas.

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Kommentare

Deutsche im Wohltätigkeitstaumel — 2 Kommentare

  1. Pingback: Von Nazis und Wohltätern | Krisenfrei

  2. Der Londoner Spectator am 16.11.1959:

    „Politische Dummheit kann man lernen, man braucht nur deutsche Schulen zu besuchen. Die Zukunft Deutschlands wird wahrscheinlich für den Rest des Jahrhunderts von Außenstehenden entschieden.
    Das einzige Volk, daß dies nicht weiß, sind die Deutschen.“

    Dem ist nichts hinzuzufügen – außer vielleicht, daß der angegebene Zeitrahmen, in dem die Zukunft Deutschlands von Außenstehenden entschieden wird, augenscheinlich um einiges verlängert werden muß.

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