Kartoffelschalen gegen Brennholz

Geht es wieder los? Wird der Plan vom Aushungern der Deutschen zwischen 1916 und 1919 jetzt im Jahr 2015 auf andere Weise fortgesetzt? Diesmal durch Massen-Invasionen von Zigtausenden sogenannten Wirtschaftsflüchtlingen, die besonders Deutschland heimsuchen? Die Absicht wurde bereits 1995 angekündigt, durch den Grünen Joschka Fischer: „Deutschland muß von außen eingehegt, und von innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi verdünnt werden.” Joschka Fischer Bündnis90/Die Grünen in seinem Buch „Risiko Deutschland“.

Über den Versuch der Alliierten, Deutschland 1919 verhungern zu lassen:

Sogar nachdem ein Waffenstillstand den Ersten Weltkrieg beendete, fuhren die raubgierigen Sieger mit ihrer verheerenden Blockade Deutschlands fort. Wenn ein Wort Deutschland während der Zeit unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg beschreiben könnte, so wäre es „Hungertod“. Und doch, während 1.000.000 deutsche Männer, Frauen und Kinder verhungerten, wußte die amerikanische und britische Öffentlichkeit nichts über den Grund dieses Holocaust, der absichtlich verursacht wurde durch die Fortsetzung einer britischen Marineblockade aus der Kriegszeit…

Nachstehender Text stammt aus einem Artikel in The Barnes Review, April 1996, S. 11-14.
The Barnes Review, 645 Pennsylvania Ave SE, Suite 100, Washington D.C. 20003, USA.

Englands Nachkriegs-Marineblockade des Imports von Nahrungsmitteln nach Deutschland im Jahre 1919 paßte zu der damals laufenden Nachrichtenblockade der amerikanischen und britischen Presse. Sogar heute noch kennen nur wenige Nichtdeutsche die Wahrheit (Anmerkung: auch die wenigsten Deutschen von wissen um diese historische Tatsache), und amerikanische und britische Historiker haben zum größten Teil an der Vertuschung dieses schockierenden Verbrechens teilgenommen.

Die Schuld der Weltpresse an der Verheimlichung dieser Greueltat wird noch erhöht durch die Tatsache, daß die Öffentlichkeit Amerikas und Englands über die Hungersnot selbst zwar unterrichtet war, jedoch über die kriminelle Politik der Alliierten, die sie verursachte, unwissend gehalten wurde. Die Zeitungen brachten Berichte über Hilfsanstrengungen, um die Verhungernden zu retten. Die bekannteste dieser Anstrengungen wurde von Herbert Hoover geleitet, der später der 31. Präsident (der USA) wurde. Wie Otto Friedrich in Before the Deluge: A Portrait of Berlin in the 1920s schreibt, zitierte John Maynard Keynes die Aussage eines Beobachters, der Herbert Hoover auf seiner Mission, den Hungernden zu helfen, begleitete: Sie glauben, daß ein Kindergarten für die Kleinen ist.

Nein, dies sind Kinder von sieben und acht Jahren. Winzige Gesichter mit großen, trüben Augen, die von aufgetriebenen, rachitischen Stirnen beschattet werden, ihre kleinen Arme sind nur Haut und Knochen und über den krummen Beinen mit ihren verrenkten Gelenken, von Hungerödemen angeschwollene, spitze Bäuche…

Der zuständige Arzt erklärte:

Sehen Sie dieses Kind hier,  es aß eine unglaubliche Menge Brot, und doch wurde es nicht stärker. Ich fand heraus, daß es das ganze Brot, das es bekam, unter seiner Strohmatratze versteckte. Die Angst vor dem Hunger war so tief in dem Kind verwurzelt, daß es den Vorrat ansammelte, anstatt die Nahrung zu essen: ein irregeleiteter Instinkt eines Tieres machte den Schrecken vor dem Hunger schlimmer als die tatsächlichen Qualen.

In der Zwischenzeit stellten die Bedingungen des Friedensvertrages von Versailles sicher, daß Deutschland sich wirtschaftlich nicht erholen konnte, nicht einmal bis zu dem Punkt, an dem es für die Mehrheit seine Bürger einen Lebensunterhalt bieten konnte. Frankreich sollte Elsaß-Lothringen endgültig erhalten; alle deutschen Gebiete westlich des Rheins würde es 15 Jahre lang besetzen und die reichen Kohlegruben des Saarlandes vereinnehmen, das vom Völkerbund verwaltet würde. Polen würde die wichtige Industriegegend von Oberschlesien erhalten, den größten Teil der Provinz Posen und Westpreußen und damit den „Polnischen Korridor“ zum Meer einrichten und Ostpreußen vom Rest Deutschlands abschneiden. Dänemark und Belgien würden verschiedene Grenzregionen abtrennen und der Völkerbund würde die deutschen Kolonien verwalten. Falls Deutschland nicht unterschreiben sollte, waren die Alliierten bereit, in das Land einzufallen und es zu besetzen.

Nach einer Anzahl von Rücktritten stimmte die deutsche Regierung in Weimar der „unerhörten Ungerechtigkeit“ des Versailler Diktats zu. Unmittelbar nach dem Krieg wurde Deutschland von Aufständen, Staatsstreichen und Gegen-Staatsstreichen geschüttelt. Die Bolschewiken versuchten eine ähnliche Übernahme wie bei der Revolution in Rußland. Die Alliierten, die sich in Versailles versammelten, feierten die Unruhe und Zerstörung. Und die Völker – besonders das amerikanische Volk – wurden im Dunkeln gehalten über die andauernde Blockade. Kommunistische Agenten, die vom bolschewistischen Regime der jungen UdSSR geschickt wurden, schürten Revolutionen im ganzen am Boden liegenden Land. Wie General Leon Degrelle in seinem Buch Hitler: Geboren in Versailles aufzeigt: Während der Mord an hilflosen Zivilisten in Bayern geschah, hielten die Delegierten an der Pariser Friedenskonferenz ihr erstes Treffen ab. Weit davon entfernt, wegen solcher Massaker entsetzt zu sein, konnten die Alliierten ihre Freude nicht im Zaune halten. Das bayerische Blutbad war ein Geschenk der Götter, das bedeutete, daß Deutschland in sich geteilt und mehr Deutsche getötet werden würden.

Allierte Boten wurden nach München geschickt, um vor dem blutrünstigen Trio [drei Agenten namens Levine, Levien und Axelrod], das von V. I. Lenin geschickt wurde, zu kriechen. Sie boten Nahrungsmittel und Geld, um ihre Opposition gegen Berlin zu unterstützen. Und dann sagt Degrelle, was wenige Historiker zugeben:

Obwohl der Krieg beendet war, war Deutschland immer noch unter der Alliierten Blockade, die rücksichtslos durchgeführt wurde. Der erste Staat Deutschlands, der aus einer Aufhebung der Blockade Nutzen zog, würde das kommunistisch kontrollierte Bayern sein.

Nach geschichtlichen Hinweisen auf die anhaltende, verheerende Blockade muß man sorgfältig suchen. Und wenn eine Erwähnung gefunden wird, ist es gewöhnlich genau das – nur eine flüchtige Erwähnung. Dieter Raff bestätigt die Blockade in Friedenszeiten in seinem Buch A History of Germany – From the Medieval Empire to the Present:

Die alliierten Friedensbedingungen erwiesen sich als äußerst hart und überstiegen bei weitem die schlimmsten Befürchtungen der deutschen Regierung… Die Friedensverträge von Brest-Litowsk und Bukarest wurden als ungültig erklärt und die Nahrungsmittelblockade gegen Deutschland sollte weitergehen… So wurde Deutschlands Kapitulation erzwungen und dem vierjährigen enormen Blutvergießen ein Ende gesetzt.

Die Wirksamkeit der Blockade, die Jahre vor dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Krieg verhängt wurde und die zum Versenken der Lusitania führte, ist gründlich dokumentiert worden. „Es war die Blockade, die schließlich die Mittelmächte dazu trieb, die Niederlage zu akzeptieren“, sagt Richard Hoveth in seiner Studie über den Kampf auf den Meeren während des Ersten Weltkrieges. „Zuerst mild in ihrer Anwendung, zog sich die Schlinge der Blockade allmählich zusammen, bis mit dem amerikanischen Eintritt alle Zurückhaltung beiseite geworfen wurde. Zunehmend von den Mitteln abgeschnitten, Krieg zu führen oder die Bevölkerung zu ernähren, war die gewalttätige Reaktion der Aufstand; Apathie und Demoralisation die stumme Folge von enttäuschten Hoffnungen und dünner Kartoffelsuppe.“ Basil Liddell Hart wird von Hoveth in dem Sinne zitiert, daß von Revolution und inneren Unruhen abgesehen, die Blockade „klar die entscheidende Wirkung in dem Kampf“ war. Berliner tauschen Kartoffelschalen gegen Brennholz. Als sich der Griff der alliierten Blockade verstärkte, wurde Abfall zu wertvollen Sachwerten, die wieder verarbeitet und wieder verwendet wurden. Die Marshall Cavendish Encyplopedia enthält ergreifende Aufnahmen aus Deutschland während des letzten Kriegsjahres.

Es war die klare Absicht der Alliierten, die Deutschen verhungern zu lassen, eine Andeutung des Morgenthau-Planes der späteren Tage des Zweiten Weltkrieges – ein Plan, der tatsächlich in Gang gesetzt 98_Schlangestehen_fuer_das_Notwendigstewurde, um ein Drittel der deutschen Bevölkerung auszuhungern und auszurotten. Nachdem sie die deutsche Handelsmarine konfisziert hatten, gingen die Alliierten daran, deutsches Eigentum in der ganzen Welt zu beschlagnahmen, entgegen jedem Präzedenzfall in vorhergehenden Kriegen, wo Privateigentum einbehalten wurde bis zur Ratifikation eines Friedensvertrages und danach ihren rechtmäßigen Eigentümern zurückgegeben wurde. Degrelle schreibt: „Die alliierten Mächte behalten sich das Recht vor, die Vermögenswerte zu behalten oder zu veräußern, die deutschen Bürgern gehören, einschließlich Firmen, die sie kontrollieren. Diese Massenenteignung geschah ohne jede Entschädigung der Eigentümer.“ Und Deutschland blieb verantwortlich für die Verbindlichkeiten und Darlehen auf den Vermögenswerten, die von ihnen aufgenommen wurden. Die Gewinne blieben jedoch in den Händen der Alliierten. So wurde deutsches Privateigentum und Vermögen in China beschlagnahmt, sowie in Thailand, Ägypten, Liberia und in vielen anderen Ländern. Deutschland wurde ebenso untersagt, Kapital in irgendeinem Nachbarland zu investieren und hatte alle Rechte verwirkt „auf alles Eigentum, das es in diesen Ländern besaß.“ Den Alliierten wurde freien Zugang zum deutschen Binnenmarkt gegeben, ohne den kleinsten Zolltarif, während Erzeugnisse, die in Deutschland hergestellt wurden, sich hohen Tarifmauern gegenübersahen. Die Artikel 264 bis 267 sahen vor, daß Deutschland „den Alliierten und ihren Gesellschaftern den Status der meistbegünstigten Nationen für die Dauer von fünf Jahren einräumt.“ Deutschland hatte natürlich keinen gleichen Status. In Deutschland herrschten Zustände, die beinahe einer Hungersnot gleichkamen. Es war in diesem Augenblick, daß die Alliierten sich entschlossen, einen beträchtlichen Teil von Deutschlands noch übrigen Nutztieren zu beschlagnahmen. Der amerikanische Vertreter in Versailles, Thomas Lamont, berichtete über das Ereignis mit einigem Unwillen: „Die Deutschen wurden gezwungen, Rindvieh, Pferde, Schafe, Ziegen usw. abzuliefern,…

Ein starker Protest kam von Deutschland, als Milchkühe nach Frankreich und Belgien gebracht wurden und dadurch deutschen Kindern die Milch vorenthalten wurde.“ Die Nahrungsmittelknappheit war derart, daß 60.000 Kohlebergleute in Ruhrgebiet sich weigerten, Überstunden zu machen, solange sie nicht bezahlt wurden, wenn auch in Form von Butter. Als offensichtlich wurde, daß Deutschland nicht in der Lage sein würde, die Kohle zu liefern, die im Vertrag gefordert wurde, setzten die Alliierten die verlangte Menge von 43 Millionen Tonnen auf 20 Millionen Tonnen herab. Degrelle weist darauf hin, daß die de facto Beschlagnahme der deutschen Kohleproduktion zu dem Sterben deutscher Kinder wegen Mangel an Heizmaterial führte. John Williams schreibt im Nachwort seiner Geschichte über den Krieg an der Heimatfront diesen einen Satz: „In Deutschland… das immer noch der Blockade unterworfen war, herrschte blankes Elend.“ Arthur Walworth sagt in seiner Biographie über Woodrow Wilson, daß das britische Kommando in Deutschland berichtete, daß die Nahrungsmittelknappheit das Gespenst einer Anarchie heraufbeschwörte. „Herbert Hoover, der nach dem Waffenstillstand nach Übersee ging – darauf aus, mit dem amerikanischen Überfluß die Hungernden Europas zu ernähren – hatte bald herausgefunden, daß die idealistischen Erklärungen von Einzelnen in London und Paris sich nicht mit ihren tatsächlichen Handlungen als Beauftragte der Wählerschaften vereinbaren ließen, die von Kriegshaß und wirtschaftlichen Notwendigkeiten beeinflußt wurden. Schiffsladungen wurden an die Alliierten und an Neutrale ausgeliefert, aber die britischen Autoritäten weigerten sich, die Blockade aufzuheben und die Ladungen nach Deutschland durchzulassen. 195_Bekanntmachung_der_Kartoffelrationierung_1917.jpegDie Nahrungsmittelblockade wurde nicht vor dem 12. Juli 1919 aufgehoben. Am 7. Mai jenes Jahres bezog sich Graf von Brockdorf-Rantzau entrüstet auf diese Tatsache, als er zu der Versailler Versammlung sprach: „Die Hunderttausenden von Nichtkämpfern,“ hatte der deutsche Hauptdelegierte festgestellt, „die seit dem 11. November 1918 als Ergebnis der Blockade zugrunde gingen, wurden mit kalter Berechnung getötet, nachdem unsere Feinde bereits sicher waren, ihren vollständigen Sieg errungen zu haben.“ Die mörderische alliierte Blockade, die noch acht Monate nach dem Ende des Krieges andauerte, war ein Grund, warum ein deutscher Kriegsveteran, der sich dazu entschied, in die Politik zu gehen, ein Jahrzehnt später in der Lage war, die versengte Erinnerung an eine Nation, die schwer gelitten hatte, wiederzubeleben und sich zu absoluter Macht zu erheben. Sein Name war Adolf Hitler.

Deutschlands Hungertod war nur ein Ziel – gleich wie im Dreißigjährigen Krieg der von 1618 bis 1648 daß Heilige Römische Reich heimsuchte. Im Krieg wurden etwa 30% alle Bürger im Reich getötet, entweder

B. Beckmann "Hunger"

B. Beckmann „Hunger“

durch Waffengewalt oder Hunger. Und das alles um ein ökonomisch starkes Mitteleuropa zu verhindern. Das weltumfassende Englische Imperium duldete absolut keine Konkurrenz. Eine Festlandsgroßmacht (eben Französisch oder Deutsch) war das Letzte was sie wünschten, ‚Pax-Germanica‘ kam gar nicht in frage! Das Kaiserreich war auf dem Weg zur Großmacht, dominierte wirtschaftlich Europa, baute systematisch seine Kolonien zur Wirtschaftlichkeit aus. Seine wachsende Bevölkerung war von Einfuhren abhängig, es war die Achillesferse, wo man das Deutsche Volk tödlich treffen konnte. Die Engländer hatten das gleiche Problem, nur hatten sie die stärkste Kriegsflotte der Welt zu dieser Zeit und schauten deshalb feindselig nach Deutschland, weil dieses aufstrebende Reich wagte eine Kriegsflotte auszubauen, mit der man in der Lage wäre, auch seine überseeischen Besitzungen zu schützen. Gleich einer Sanduhr lief die Zeit für die Engländer ab, wann die deutsche Kriegsflotte auch quantitativ gleichgezogen hätte. An der Zeitzahl dieses englischen Buchtitels „…1914-1919 ist auch ersichtlich, daß die verbrecherische Hungerblockade trotz Waffenstillstands und Raubdiktat von Versailles weitergeführt wurde!

Die Seeblockade und das Legen von Seeminenfeldern war fast das erste womit die englische Marine im August 1914 anfing.

Bis in den Sommer 1919 setzen die Alliierten ihre Lebensmittelblockade gegen Deutschland fort / Etwa eine Million Todesopfer. Im „Lexikon der Völkermorde“ (1999) von Gunnar Heinsohn findet sich der Eintrag „Deutsche Opfer / Hungerblockade 1917/1918“. Demnach starben etwa eine Million Zivilisten in Deutschland und Österreich an Unterernährung, „weil die Lebensmittelblockade der Alliierten ungemein effektiv funktionierte“. Die von praktisch jedem Deutschen durchlittenen Folgen der „Hungerblockade“ von 1914 bis 1919 waren Thema unzähliger Abhandlungen und Diskussionen. Wenn ein Ereignis in den Augen der Deutschen damals als „Zivilisationsbruch“ empfunden wurde, dann die durch die alliierte Blockadepraxis mitbewirkte massive Unterernährung in der zweiten Kriegshälfte sowie der Nachkriegszeit, die direkt oder indirekt unzählige Tote gerade unter den schwächeren Zivilisten, insbesondere Kinder und Frauen, verursachte und bei vielen bleibende Langzeitschäden (Tuberkulose, Rachitis etc.) hinterließ. Nicht wenige Deutsche glaubten – auch aufgrund von Äußerungen alliierter Politiker über „zwanzig Millionen Deutsche zuviel“ –, daß sie das Ziel eines versuchten Völkermordes gewesen waren.

Die unter deutschen Historikern mittlerweile verbreitete Neigung, die häßlichen Seiten westlicher Kriegführung möglichst zu relativieren, schlägt sich auch darin nieder, daß die Aufrechterhaltung der Hungerblockade nach Ende der Kämpfe bei ihnen kaum Interesse findet. Umfangreiche Materialsammlungen und Studien zu diesem Thema wie „The Politics of Hunger“ von C. Paul Vincent sind meist amerikanischen Ursprungs und nur in wenigen deutschen Bibliotheken zu finden. Durch ihre Abneigung, sich mit diesem Thema zu befassen, verbaut sich die deutsche Forschung aber die Chance, die langfristigen Folgen der Hungerblockade ins Auge zu nehmen. Daß die massenhafte Erfahrung von Hunger und Verhungern, die gerade die Generation der zwischen 1910 und 1918 Geborenen machen mußte, nicht ohne gravierende Folgen bleiben konnte, als diese in den dreißiger Jahren ins Erwachsenenalter eintrat, ist evident. Im Lexikon der Völkermorde von Gunnar Heinsohn wird darauf verwiesen, daß Hitler später seinen Krieg um „Lebensraum“ auch mit dem Verweis auf die alliierte Hungerblockade rechtfertigte.

Über die Kriegsschuld-Lüge gibt es im Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart unter dem Stichwort Weltkrieg – Kriegsschuldlüge umfangreiche Dokumente.

Buchempfehlungen:

Söhne und Weltmacht
Gunnar Heinsohn
Die wahren Gründe für den weltweit eskalierenden Terror
Der international bekannte Zivilisationsforscher Gunnar Heinsohn liefert eine spannende und zugleich provokante Antwort auf den weltweit eskalierenden Terror. Mit eindrucksvollen Beispielen von heute und aus der Geschichte belegt er, dass weder religiöser Fanatismus noch Armut für tödliche Gewaltbereitschaft sorgen. Vielmehr erweist sich ein übergroßer Anteil perspektivloser Jugendlicher an der Gesamtbevölkerung als Hauptgrund für Unruhen, Terror und Krieg, bis hin zum Aufstieg und Fall ganzer Nationen. Vor allem die sohnesreichen Gebiete des Islam mit seiner Verachtfachung von 150 auf 1200 Millionen Menschen in den letzten 100 Jahren bieten ein immenses Reservoir gewaltbereiter Krieger. Heinsohns brisante Thesen sind in den USA als »youth bulge«-Phänomen bekannt und stehen im Zentrum der amerikanischen Globalstrategien. Söhne und Weltmacht bietet daher auch einen Einblick in die amerikanische Politik der kommenden Jahrzehnte.

14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs
Dedio, Florian
Über 1.000 Tagebücher und Briefsammlungen standen für dieses ehrgeizige Projekt zur Verfügung. Daraus wählten die Autoren die bewegendsten aus: Aufzeichnungen von Krankenschwestern, Offizieren und Frontsoldaten, aber auch von bekannten Persönlichkeiten wie Stefan Zweig, Manfred von Richthofen und Kurt Tucholsky. Rund 300 verschollen geglaubte Farbfotografien aus dem Archiv von August Fuhrmann zeigen den Ersten Weltkrieg, wie ihn bisher noch keiner gesehen hat.

Die Friedensmacher
MacMillan, Margaret O.
WORUM GEHT ES? Wie der Kriegsausbruch 1914 war auch das Kriegsende 1918 ein Schlüsselereignis des 20. Jahrhunderts. Der Zusammenbruch der vier größten Reiche Europas führte zur folgenreichen Neuordnung des Kontinents im Versailler Friedensvertrag von 1919. In ihrem preisgekrönten Buch schildert die Historikerin Margaret MacMillan anschaulich das Geschehen rund um die Vertragsverhandlungen: die Differenzen der Siegermächte, die Rachegelüste der Franzosen, die Annexionswünsche der Engländer,§die missachteten Erwartungen der Kolonialvölker, die demütigende Behandlung der Deutschen, das Geschacher um den Nachlass der Verlierer, schließlich der „Diktatfrieden“, der Deutschland die Alleinschuld am Kriegsausbruch aufbürdete. MacMillan würdigt das Bemühen der Sieger um eine dauerhafte Friedensordnung, zeigt aber auch deutlich, wie sehr die schließlich in den Zweiten Weltkrieg mündenden Konflikte bereits im Versailler Friedensschluss angelegt waren.
WAS IST BESONDERS? Was Christopher Clarks Buch für die Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs geleistet hat, leistet MacMillans Buch für die Nachgeschichte. Die erste große Gesamtdarstellung des Versailler Friedensvertrags gilt in der angelsächsischen Welt längst als Standardwerk. Brillant erzählt, fesselnde Lektüre.

Sintflut
Tooze, Adam
Wie eine Sintflut riss der Erste Weltkrieg die alte Ordnung hinweg, wirbelte gesellschaftliche, politische und ökonomische Vormachtstellungen durcheinander, ließ ganze Reiche zerbrechen und neu entstehen. In seiner beeindruckenden Darstellung der Zwischenkriegszeit zeigt Adam Tooze, wie in den Jahren von 1916 bis 1931 eine neue Weltordnung entstand. Auch als das Töten auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs schon lange vorbei war, tobte der Kampf um Macht und Einflußsphären weiter.

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Kommentare

Kartoffelschalen gegen Brennholz — 3 Kommentare

  1. Pingback: Zurück auf Los! | Krisenfrei

  2. Als ob dieses alles nicht schon schlimm genug für das deutsche Volk wäre, muß es solche Individuen (denen von Rechts wegen die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt gehört) wie diesen Steinewerfer und Polizistentreter Fischer noch ertragen.

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