Der geplante Untergang (Teil II)

Der Aufstieg Hitlers mit Hilfe der Illuminaten:
Im Herbst 1929 war der Zeitpunkt erreicht, um das Signal für die Fahrt Richtung eines zweiten Weltkriegs auf Grün zu stellen. Man ließ die zuvor angeheizte Börsenblase platzen. Die Bankers hatten im künstlich aufgeblähten Aktienboom rechtzeitig ausverkauft und zogen dem System jetzt einfach den Teppich unter den Stühlen weg. Mit dem Börsenkrach von 1929 endete der Kreditstrom Amerikas nach Deutschland. Die Menschen flohen aus der Reichsmark in sichere Häfen wie Dollar oder Pfund. In der Folge schmolzen die Goldreserven bei der Reichsbank wie Butter in der Sonne mit dem Ergebnis, daß Kredite und Bargeldumlauf gesenkt und die Zinsen erhöht werden mußten. Der Diskontsatz erreichte schließlich 15 Prozent. Deutschland versank dennoch im Schuldensumpf.

In diesem Augenblick erschienen Adolf Hitler und seine Nationalsozialistische Arbeiterpartei im Rampenlicht der deutschen Politik. Die internationalen Banksters halfen der neuen Partei und ihrem Führer bis zur Machtübernahme 1933 mit Finanzmitteln von circa 130 Millionen Mark.

Am 16. Oktober 1919 trat im vollbesetzten Bürgerbräukeller des Münchner Hofbräuhauses zum ersten Mal die Deutsche Arbeiterpartei DAP in die Öffentlichkeit. Adolf Hitler riß mit seiner sintflutartigen Rede das Publikum mit. Unter den 111 Zuhörern saßen ein junger Sozikologiestudent (Alfred Rosenberg) und sein Mentor Dietrich Eckart. So mancher in der DAP wartete auf den richtigen „Trommler“ für die gemeinsame Sache. Rosenberg und Eckart sollen sich angestoßen und zugeraunt haben: „Er ist gekommen!“

Nach der Ratifizierung des Vertrages von Versailles begann die Inkubationszeit des Nationalsozialismus (Guido Preparata: Wer Hitler mächtig machte).

In den gängigen Geschichtesbüchern gilt der wirtschaftliche Zusammenbruch als Startrampe für den Nazismus. Dem oberflächlichen Leser wird vermittelt, Hitler sei wegen dieser Krise zur Macht gelangt. Wer nicht dahintersteigt, wie die Krise zustande kam, wird in Hitler das Produkt eines Zufalls sehen. Eine absurde Vermutung.

Preparata sieht vier inszenierte Etappen, die letztlich zur Machtergreifung führten. Da war 1. der Wall-Street-Crash, 2. die Bankenkrisen in Österreich, Deutschland und Großbritannien, 3. die Loslösung des britischen Pfundes vom Gold und 4. dem offenen Eingreifen der angloamerikanischen Finanzwirtschaft am 4. Januar 1933, um Hitler an die Macht zu bringen. Die Kette der Ereignisse und Verantwortlichkeiten der beteiligten politischen Kreise sei bis heute sorgfältig verdeckt geblieben.

Trotzdem reichen die bekannt gewordenen Fakten aus, um die direkte und bewußte Manipulation des Finanzgeschehens seitens der Briten zu belegen, mit denen in Europa, und speziell in Deutschland, bestimmte Resultate erzielt wurden.

Zwischen 1924 und 1933 lag die Strategie bei den Finanziers unter Führung der Bank of England. Die Diplomatie war in dieser Phase der „Inkubation“ noch nicht sehr gefragt. Es galt, unter den Deutschen nach der Inflations-Katastrophe einen Optimismus zu wecken, der in einer neuerlichen Katastrophe schlagartig sein Ende fand. (Mehr)

Da Gold weitgehend aus dem Zahlungsverkehr verschwunden und in die Keller der Notenbanken gewandert war, waren die Bankiers in der Lage, den Papiergeld-Umlauf so zu steuern, daß damit politische Absichten realisiert werden konnten. (Heute geschieht das nicht anders).

Nachdem man sich in der City of London auf Montagu Norman als den Geeignetsten für das Erreichen des großen Ziels auserkoren hatte, stand der wohl erfolgreichste Steuermann des britischen Finanzwesens 24 Jahre lang an der Spitze der Bank of England und kümmerte sich um die Gesundheit der Finanzen des Empires. Normans Gegenpart in den USA war Fed-Gouverneur Strong. Norman und Strong legten nach 1924 die Basis für den Freikauf Deutschlands. Dies gelang umso leichter, nachdem Hjalmar Schacht als neuer Präsident der Reichsbank fest etabliert war. Aus dem Nichts heraus wurde Schacht am 13. November 1923 (fünf Tage nach Hitlers Putsch) als neuer Kommissar für die nationale Währung in den Sattel gehievt. Er sollte den Weg der Reichsmark zu einer neuen Mark ebnen. Um seinem Konzept genügend Durchsetzungskraft zu verleihen, wurde er am 22. Dezember 1923 zum Gouverneur der Reichsbank gewählt. Das Dreiergespann Schacht-Norman-Strong war damit beieinander.

Mit Hilfe der Wall-Street-Bank Morgan & Co wurden Pakete deutscher Staats- und Industrieanleihen geschnürt und wärmstens Amerikanern zum Kauf empfohlen – mit der Folge, daß Deutschland nach 1923 keinen Cent für Reparationen aus der eigenen Tasche bezahlt hat. In diesen „Goldenen Zwanzigern“ liehen sich jeder und alle Geld, das Reich, die Bezirke, Kommunen, Geschäfte und Haushalte. Der Bauboom erzeugte Flugplätze, Rennbahnen, prächtige Warenhäuser und Badeanstalten. Wer fragte, warum gerade Deutschland so unterstützt wurde, erhielt zur Antwort: „Es ist unser Bollwerk gegen den Bolschewismus“. Niemand fragte, wer sich wohl dieser Lüge mehr schämte, die Amerikaner oder die Deutschen selbst. Viele fragten sich, was geschehen würde, wenn der Strom an Schuldgeld einmal abreißen würde.

Eine wichtige Rolle in dem Finanztheater spielten die IG-Farben, ein Kartell, daß zum mächtigsten Chemiegiganten der Welt wurde. Rockefellers Standard Oil Corporation erwarb 1929 für den Ankauf von IG-Farben-Aktien im Wert von 35 Millionen Dollar die Weltrechte für die Nutzung des Hydrierungsprozesses, mit dem Kohle in Treibstoff verwandelt wurde. Im Aufsichtsrat der IG-Farben saßen die einflußreichsten Wirtschaftskapitäne der USA: Edsel Ford von der Ford Motor Company, Walter Teagle von Standard Oil und Chef der Fed von New York, C.E. Mitchell, Chef der National City Bank, ebenfalls Direktor der Fed von New York und Paul Warburg, erster Vorsitzender des Aufsichtsrates der Federal Reserve. Es gilt als gesichert, daß die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit im Rahmen der IG-Farben während der 30er Jahre bis weit in den Weltkrieg hinein reibungslos funktioniert hat. Nicht nur bei den IG-Farben.

Morgan & Co und Rockefeller handelten an der Wall Street deutsche Chemiepapiere, Dillon & Read vertrieben Schuldverschreibungen, aus deren Gewinnen Schmiergeldfonds für die Nationalsozialisten ausgestattet wurden, im Zentrum dieser Aktivitäten befand sich auf deutscher Seite der Thyssen-Krupp-Konzern, der Haupthersteller für die deutsche Aufrüstung. Die Zusammenarbeit der AEG mit General Electric Co. Owen Young, der Konzeptor des Young-Plans wurde als ausländischer Direktor in die Führung der AEG berufen. Unwiderlegbare Beweise dokumentieren, daß die Firma Hitler finanziert hat. (Mehr)

Die Aufrüstung Deutschlands entgegen den Auflagen des Versailler Vertrages geschah weniger heimlich als nach außen dargestellt. Seit 1924 erhielt die spätere „Kriegsmaschine“ Adolf Hitlers 150 langfristige Devisendarlehen. Preparata: Je gründlicher und moderner die Ausrüstung, desto zerstörerischer die deutsche Armee, desto blutiger der Krieg, desto gewaltiger der im Voraus feststehende Sieg der Alliierten (und die Niederlage der Deutschen).

Der Dawes-Freikauf war im Hinblick auf den angepeilten Weltkrieg der erste Fünf-Jahresplan Deutschlands (1924 bis 1929). Während dieser Jahre tat Montagu Norman alles, um den Geldstrom aus Amerika nach Weimar gleichmäßig fließen zu lassen. Nur der Finanzakrobat Norman war dazu fähig. Er schaffte ins Land und wieder hinaus, bis der Zeitpunkt gekommen war, das politische Gesicht Deutschlands zu verändern.

Die gewaltige Untergrundarbeit, mit der die amerikanischen Finanzschleusen Richtung Deutschland offen gehalten werden konnten, organisierte Montagu Norman. Die Zeitbombe konnte ständig gezündet werden. Zuvor gelang es Norman noch, den französischen Notenbanker Emile Monreau ins Boot zu holen. Im Gefolge stieg der Wert des Franc, die Wirtschaft schwoll an und Frankreich war wieder in der Lage, in der Rüstung zuzulegen.

Normans Finanzpolitik bewirkte die Spekulationsblase, nach deren Platzen in Deutschland aus den Goldenen Zwanzigern das Arbeitslosenheer und die öffentlichen Unruhen hervorgingen. Die Weltwirtschaft war wieder an jenem Punkt, an dem sie 1919 gestartet war. Es geschah schlagartig, als Montagu Norman am 26. September 1929 seine Zinssätze auf 6 1/2 Prozent anhob und damit die Nadel in die Blase stieß. In Deutschland wurde die Lage besonders finster. Es war geschafft, das Ziel erreicht. Jetzt mußte der neuen Berliner Partei nur noch kräftig unter die Arme gegriffen werden. Der Aufstieg des Deutschenhassers stand nun bevor.

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