Einer kam heim aus Afghanistan

Wir wollen nicht den Teufel an die Wand malen. Aber es sieht nicht gut aus, für unsere Soldaten in Afghanistan. Wer – wie die Nato – für die Logistik in diesem Kriegseinsatz auf russische Hilfe angewiesen ist, sollte sich nicht wie der Elefant im Porzellanladen benehmen und auch nicht mit Saktions-Steinen um sich werfen, wenn er (sie) im Glashaus sitzt.

Erst jetzt gefunden: Pravda-tv vom 20. Mai 2015
Die NATO kann ihre Truppen in Afghanistan nicht mehr über Rußland mit Kriegsgerät ausrüsten. Moskau stellt nach sieben Jahren den Transit von Nachschub nach Afghanistan ein. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Verordnung von Ministerpräsident Dmitri Medwedew hervor.Russland hatte sich am US-geführten Militäreinsatz ISAF nicht beteiligt, aber 2008 Versorgungsrouten über russisches Gebiet ermöglicht. Die ISAF-Mission, an der auch Deutschland mit mehr als 5.000 Soldaten teilgenommen hatte, war Ende 2014 nach 13 Jahren beendet worden. Tausende internationale Ausbilder blieben aber in Afghanistan.

Am Montag ist eine von Regierungschef Dmitri Medwedew unterzeichnete Anordnung veröffentlicht worden, die den Transit von Nato-Technik durch Russland untersagt.Das russische Außenministerium ist beauftragt worden, ausländische Regierungen und internationale Organisationen zu informieren, dass der Transitweg geschlossen worden ist, schreibt die „Wedomosti“ am Dienstag. (pravda-tv)

Von Anfang war klar, unsere (naiven) Soldaten in Afghanistan sind gefährdet, wenn die Russen nicht mehr mitspielen. Und jetzt spielen sie nicht mehr mit. (DWN)

Wenn unsere Leute bis Ende des Jahres nicht rauskommen, sitzen sie in der Mausefalle zu beiden Seiten des Khaiberpasses. Den Verrätern in Berlin dürfte es freilich egal sein. Würden sie sich für Geschichte interessieren, hätten sie von der Schlacht von Gandamak gehört oder gelesen.

Die Schlacht von Gandamak war eine militärische Auseinandersetzung am 13. Januar 1842 zwischen britischen Truppen und Afghanen während des Ersten Anglo-Afghanischen Krieges.

Im Dezember 1838 marschierte die britisch-indische Army of the Indus in Afghanistan ein. Am 30. Juli 1839 erreichte sie Kabul und nahm die Stadt am 7. August kampflos ein. Nachdem im November 1841 in Kabul ein Aufstand der afghanischen Bevölkerung losgebrochen war, kapitulierte die Garnison und zog unter General William George Keith Elphinstone am 6. Januar 1842 ab. Ziel war der ungefähr 140 Kilometer entfernt gelegene britische Stützpunkt Dschalalabad unter Zusicherung von freiem Abzug und einer afghanischen Eskorte ab. Auf dem Rückzug wurde sie von den Afghanen unter Akbar Khan verfolgt. Die versprochene afghanische Eskorte die die Briten vor genau solchen Racheakten schützen sollte, erschien nicht. Die Briten wurden zusehends dezimiert und zerstreut, bis es am 13. Januar in der Nähe von Gandamak, 56 Kilometer von Dschalalabad entfernt, zu einem letzten Gefecht mit den verbliebenen 65 Soldaten, darunter 20 Offiziere des 44th East Essex Regiment, kam. Die Afghanen versuchten erst, die Briten zur Aufgabe zu überreden, und begannen dann mit dem Angriff. Die Briten wurden besiegt und nur sechs berittene Offiziere entkamen.

Einziger Überlebender war letztlich der Militärarzt William Brydon, der am Nachmittag des 13. Januars 1842 das belagerte Dschalalabad erreichte.

Ballade von Theodor Fontane

Das Trauerspiel von Afghanistan

„Die hören sollen, sie hören nicht mehr,
Vernichtet ist das ganze Heer,
Mit dreizehntausend der Zug begann,
Einer kam heim aus Afghanistan.“

Mit Putins Entscheidung dürften die Berliner Vasallen nun ein nicht eben geringes Problem haben: Denn wer sich über die Flughafen-Bedingungen von Kabul informiert, wird lernen, daß die dortigen Pisten trotz diverser Erweiterungen nicht über die Länge und Belastbarkeit verfügen, um z.B. einen Abtransport schweren Gerätes durch große Transportflugzeuge (wie der C5, die immerhin technisch zwei M-1 Kampfpanzer befördern kann) auf regelmäßiger Basis zu gewährleisten.

Ebenso ist es unmöglich, diesen Flugplatz zum alleinigen Versorgungsweg aller logistischen Anforderungen der immer noch umfassenden „NATO“-Truppenkontigente in AFGH zu machen.

Dafuer bedarf es des Landweges – nach der jetzigen Maßnahme Russlands bleibt nur der kaum beherrschbare und politisch fragile Weg durch Pakistan (Kyber-Pass) – die katastrophale Unzulänglichkeit dieses Nadlöhrs und die eingetretenen, riesigen Transportverluste brachten die „NATO“ ja dereinst zu dem Transportdeal mit RU.

Schließlich dürfte die russische Maßnahme schon kurzfristig die logistischen Kosten der „NATO“-Präsenz in dem Land am Hinukusch signifikant erhöhen – auch für Erikas Pleite-„B.R.D.“.

Interessant auch, daß RU erst jetzt „dichtmacht“ – mglw. besteht ein Interesse Moskaus daran, daß brüchige Minsker Waffenstillstandsabkommen nicht endgültig zu zerstören, und man setzt hier den Hebel an.

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