Wann kommt endlich der Aufschrei?

Frau Merkel unterstützt offensichtlich die Plünderung der deutschen Arbeitslosenversicherung und der Einlagensicherung der Banken. Angesichts der Diskussion um die Zukunft der EU-Mitgliedschaft Großbritanniens bereitet die Euro-Zone stickum die nächste Integrationsstufe vor. Wenn gegenwärtig nicht die politische Union voranzubringen ist, dann soll zumindest die fiskalische Union einen Schritt weiter kommen. Von der – von Merkel unterstützten – gemeinsamen Arbeitslosenversicherung und Einlagensicherung würden insbesondere Italien und Frankreich profitieren.

Unter dem Gedanken dieser Art Rumpf-EU lebt ein Gedanke wieder auf, den schon Charles de Gaulle als „Europa der zwei Geschwindigkeiten“ favorisierte. Italien und Frankreich unterstützen das Projekt nach Kräften – herrscht doch in beiden Ländern riesige Arbeitslosigkeit und erhöhte Gefahr von Banken-Crashs.

Wenn also zunächst die weitere Ausgestaltung der politischen Union auf Eis gelegt wird, läßt sich auf die Weise Cover-S-O-S_KleinDavid Cameron besänftigen und Großbritannien wird in der EU gehalten. Hinter dieser Lösung versteckt sich wohl Merkels Bereitschaft, über eine weitere Ausgestaltung der EU-Verträge zu verhandeln. Es ist nicht mehr zu zählen, zum wievielten Male diese Frau deutsche Interessen hintanstellt, wenn es darum geht, den Euro-Stall zusammenzuhalten. Es dürfte neue Milliarden kosten, wenn aus der Kasse der deutschen Arbeitslosenversicherung das Heer der italienischen und französischen Joblosen künftig mitbezahlt wird. Wenn dies nicht über höhere Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt (zu Lasten der Steuerzahler) finanziert werden kann (Schäuble wird die Neuverschuldung deshalb nicht wieder ansteigen lassen), dann gibt es nur einen Weg: die deutsche „Stütze“ wird  verringert oder die Beiträge werden erhöht.

Seien wir gewiß, es sind nicht nur Gedankenspiele um die Stärkung der fiskalischen Integration. Es geht darum, das „moralische“ Fundament für die kommenden Vereinigten Staaten von Europa zu verbreitern, mit der Folge, eine Umverteilung von Nord nach Süd (inklusive Frankreich) einzuleiten. Darauf weisen die Papiere hin, die in Vorbereitung auf den EU-Gipfel Ende Juni der Financial Times zugespielt wurden.

Italiener und Franzosen brauchen dringend eine derartige „Wohlfühlaktion“, schwindet doch in beiden Ländern die Zustimmung zum EU-Projekt bei gleichzeitiger Stärkung populistischer Kräfte. Wenn diese „populistischen“ Kräfte der Erkenntnis entspringen, daß die ganze EU-Idee in eine völlig verfahrene Sackgasse geführt hat, dann besteht endlich gewisse Hoffnung auf einen Aufschrei, der die irregeleiteten Politiker zittern läßt.


Nach Auffassung der Elite ist die allgemeine Bevölkerung einfach zu dumm, als dass man sie die Inhalte der Politik bestimmen lassen dürfte. So schrieb der Erfinder der Public-Relations, Edward Bernays, übrigens ein Neffe Sigmund Freuds, bereits 1928: »Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Lebensgewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in demokratischen Gesellschaften. Diejenigen, die diesen unsichtbaren Mechanismus der Gesellschaft manipulieren, bilden eine unsichtbare Regierung, die die wirklich herrschende Macht unseres Landes ist.«
Und genau um die Offenlegung der versteckten Absichten dieser »Geheimregierung« geht es Engdahl. An zahlreichen Beispielen zeigt er auf, wie diese Propagandamaschine funktioniert. Mit den Mitteln der Desinformation wird die Öffentlichkeit für dumm verkauft und gleichzeitig durch »Hofberichterstattung« im Interesse der Mächtigen manipuliert. (Mehr hier)

Sie sind die Blockwarte unserer neuen Zeit.
Sie beherrschen die »Qualitätsmedien«, die, statt sachlich zu informieren, die Menschen nach ihren Vorstellungen umerziehen und belehren. Sie unterdrücken entscheidende Fakten und verdrehen die Wahrheit. Sie verhindern einen freien Meinungsaustausch und verantwortungsvolles Handeln.
Die bösen Gutmenschen sind eine gefährliche Spezies: Sie sind gut organisiert, sie sitzen in den Parlamenten, in der Regierung und in den Redaktionen, sind Richter und Staatsanwälte – und sie sind alle dem linken Spektrum zuzuordnen. Sie treiben ganze Armeen von Mitläufern vor sich her.
Unglaublich: Diese Gesinnungsdiktatoren maßen sich an, unser Leben und unsere Weltanschauung zu bestimmen. Sie geben vor, wie wir zu denken, zu sprechen und zu formulieren haben.
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Die herrschende Meinung, daß unser elastisches Geldwesen dem starren Warengeld (wie dem Goldstandard) überlegen ist und daß die expandierende Geldmenge unproblematisch, ja sogar vorteilhaft sei, solange die Inflation niedrig bleibt. Der Autor bestreitet dies und zeigt, daß: die gegenwärtige Krise die unvermeidliche Folge der ständigen Vermehrung von Fiatgeld ist; die aktuelle Politik der beschleunigten Geldproduktion zur Stimulierung der Wirtschaft kontra-produktiv ist und zu einem vollständigen Zusammenbruch des Währungssystems führen wird; warum viele Persönlichkeiten in den Finanzmärkten, den Medien und der Politik unfähig (oder unwillig) sind, die grundlegenden Probleme des elastischen Geldes anzuerkennen. Detlev Schlichter hat den Mut, Dinge zu sagen, die man lieber nicht hören will – doch er tut das auf so brillante Weise, dass man gar nicht weghören kann. Ein gnadenlos gutes Buch.
(Mehr hier)

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